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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. November 2017 | 10:49 Uhr

Brüel : Pfifferlinge, Krause Glucke und Fliegenpilz

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Mitglieder des Vereins Heinrich Sternberg aus Rehna und Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar trafen sich am Roten See. Ausstellung an Blockhütte

von
erstellt am 05.Sep.2016 | 12:06 Uhr

Friedrich (8) und Ida (4), die mit ihren Eltern aus Passee zum Vereinstreffen mit Pilzsuche und Ausstellung an den Roten See gekommen sind, waren am Sonntag die Jüngsten. Friedrich kennt schon einige Pilze, erzählt er. „Wir haben eine Krause Glucke gefunden, die essen wir“, sagt der Achtjährige. Der Grünblättrige Schwefelkopf, ein weiterer Fund, sei giftig.

Zum zwölften Mal in Folge trafen sich die Mitglieder des Pilzvereins Heinrich Sternberg Rehna e.V. unter Vorsitz von Torsten Richter und Pilzfreunde der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e. V. unter der Leitung von Reinhold Krakow am Sonntag in Brüel. In zwei Gruppen aufgeteilt und mit einigen Interessenten aus der Region verstärkt, ging es in ein Waldstück nach Weberin bzw. zwischen Venzkow und Kölpin.

„Wir gucken uns die Witterung an und überlegen, wo es Sinn macht. Da es wenig geregnet hat und vor gut einer Woche durch die Hitzewelle sehr viel abgetrocknet ist, müssen wir schauen, wo dicke Moospolster sind. Da entwickelt sich eher etwas“, weiß Krakow. Derzeit gebe es eine Durststrecke. In zehn bis 14 Tagen werde es wohl wieder aufwärts gehen. Dann könne es sich auch für den normalen Pilzsammler lohnen, in den Wald zu gehen.

Gestern aber blieb die Ausbeute gering. Gerade einmal eine Handvoll Pfifferlinge und einige Krause Glucken wurden gefunden. Sohn Jonas (11), der mit auf die Suche gegangen war, verweist auf einen Schwefelporling. „Das ist ein vorzüglicher Speisepilz, der paniert und gebraten wird“, freut er sich. Krakow nennt aber auch Täublinge und den Kahlen Krempling. Letzteren habe man früher viel gegessen. Heute sage man, Hände weg davon. „Weil er in Ausnahmefällen allergische Reaktionen hervorrufen kann“, begründet der Pilzberater. Gefunden hat er zudem einen Fliegenpilz, den ersten in der Saison. Von den attraktivsten Exemplaren haben er und Pilzberaterin Irena Dombrowa vor der Blockhütte dann eine kleine, beschriftete Ausstellung bestückt, die heute, wenn die Witterung mitspielt, auch noch morgen stehen bleiben soll. „Wir würden uns freuen, wenn sie von vielen angeschaut wird“, sagt Krakow und lädt auch gleich in das Mykologische Informationszentrum „Steinpilz“ in Wismar ein, wo es vom 23. bis 25. September eine Großpilzausstellung mit bis zu 300 Arten geben wird. Nur eine Woche später, am 1. und 2. Oktober, folgt im Kreuzgang in der Klosteranlage Rehna eine sehr sehenswerte Ausstellung, die Mitglieder des Rehnaer Pilzvereins - übrigens der einzige eingetragene in MV - gemeinsam mit Schulkindern aufbauen. „Unser Schwerpunkt liegt in der Umweltbildung“, sagt Vorsitzender Torsten Richter. „Wir wollen Kindern und Jugendlichen die Vielfalt der Pilze zeigen. Sie gehen mit auf Suche und es gibt einen Pilzzeichenwettbewerb“. Mit Schülern auf Pilzsuche unterwegs sein, das will in Sternberg Irena Dombrowa. Auch hier ist eine Ausstellung geplant, vom 5. bis zum 7. Oktober im Lütt’ Acker.

 

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