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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 22:36 Uhr

Groß Raden : „Pferdchen“ jetzt im Winterschlaf

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Freunde historischer Fahrzeuge in Groß Raden haben Saison 2017 abgeschlossen. Am 1. Mai 2018 werden Motoren wieder angelassen

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 12:06 Uhr

Für die Freunde historischer Fahrzeuge e. V. mit Sitz in Groß Raden ist jetzt erstmal Winterruhe eingekehrt. Mit einem kleinen Nachschlag: Das Museum hat heute und morgen nochmals von 10 bis 16 Uhr offen.

Am Wochenende luden sie zu einem letzten Treffen in diesem Jahr ein und beendeten damit die Saison 2017. Doch allzu viele Besucher konnten diesmal nicht begrüßt werden. Und das aus gutem Grund. Denn in der Landeshauptstadt Schwerin war ein großes IFA-Treffen angesagt. Da zog es natürlich die PS-Liebhaber eher dorthin.

Trotzdem schlossen die Oldtimer-Freunde ihre Saison mit einem ganz passablen Ergebnis ab. „Bei uns stehen für das Jahr 2017 rund 1500 Besucher zu Buche“, erzählte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Jenßen. „Das ist im Vergleich zum Vorjahr natürlich ein Rückgang. Vor allem bei den Einheimischen ist das Interessen stark zurückgegangen.“ Jetzt seien es vor allem die Besucher von Einheimischen, die den Weg hierher gefunden haben. Aber auch Hotelbesucher, Klassen- und Schülergruppen konnten begrüßt werden. Ausfahrten, wie man sie von den Jahren zuvor kannte, gab und gibt es jetzt aber nicht mehr. Unter anderem, weil auch die Wariner weggefallen seien.

Die Verein sei im Jahre 1999 von sieben Enthusiasten gegründet worden, darunter der jetzige Vorsitzende Wolfgang Jenßen, Michael Przibilski und das Vater-Sohn-Gespann Möller. Mit der Zeit kamen weitere Mitglieder hinzu. Und heute zähle man gerade nochmal 25 Mitglieder.

Die Ausstellungsstücke sind auf zwei Etagen verteilt. In der ersten Etage die Pkw (zehn) und auf einer weiteren Etage die Motorräder (100). „Zu den seltenen Ausstellungsstücken gehören ein Wartburg Sport 313 und zwei Ford Sport aus dem Jahre 1928. Der Wartburg sei im Jahre 1960/1961 in New York bei der damaligen Weltausstellung dabeigewesen. Viel Beachtung findet auch ein Brennabor, Privatbesitz, aus Brandenburg, der bis zum Jahre 1925 hergestellt wurde. „Ein bisschen Blech, ein bisschen Rohr, und fertig ist der Brennabor“, lacht Spaßvogel Jenßen verschmitzt. Helmut Mix aus Bützow war mit seinem weißen Gespann R 51, Baujahr 1940, gekommen. Und der Brüeler Michael Przibilski hatte seinen BMW 327, Sport-Cabrio angeschmissen.

Ronald Fentens vom Vorstand hat zum Beispiel einen Wartburg 312 Camping – im Volksmund auch Schneewittchen-Sarg wegen seiner Durchsichtigkeit genannt – in der Ausstellung.

An Motorrädern sei in der ersten Etage eine große Auswahl vorhanden. Fast alle Fahrzeuge sind Typen aus der DDR. So zum Beispiel die allseits bekannte „Vogel-Serie“, eine Awo und MZ-Modelle. Zum letzten Treffen war auch der Brüeler Zahnarzt Sebastian Möbius mit seinem EMW- Motorrad gekommen. „Wir haben einfach alle Benzin im Blut“, erzählte er. „Und ich bin eigentlich bei jedem Treffen dabei.“

Die Wintermonate werden jetzt dazu genutzt, die Fahrzeuge zu säubern und Luft zu prüfen, war zu hören. ‚„Wir wollen das Alte wieder instand setzen und die Mechanik wie vor dem 2. Weltkrieg wieder hinkriegen“, so die Oldtimer-Freunde.

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