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Fahrradwanderung Brüel : Per Rad zu den Riesen der Region

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Erste diesjährige Architektur- und Natur-Fahrradwanderung rund um Brüel offenbarte viel Sehens- und Wissenswertes

Erst vor einem Jahr hatte Verena Taubhorn ihr Zertifikat als „Natur- und Landschaftsführerin“ erworben. Am vergangenen Samstag veranstaltete sie mit „Standhafte Riesen“ ihre diesjährige erste Architektur- und Natur-Fahrradwanderung. Zum Start am Brüeler Marktplatz hatten sich sieben Interessenten eingefunden. Für die Teilnehmer hatte Verena Taubhorn von Gebäuden einige Details fotografiert, die es bei der Tour zu entdecken galt. Fotos vom Brüeler Marktplatz um 1910 hatte Gilda Hellmann von der Heimatstube zur Verfügung gestellt.

Erste Station war das Kloster Tempzin. Dabei wurde deutlich, welch großen Einfluss der Orden der Antoniter auf die Entwicklung der Region hatten. Dort der erste standhafte Riese: Für eine Besichtigung war eigens die Klosterkirche geöffnet worden. Am Keezer See wurde kurz pausiert, bevor es auf dem alten Landweg in Richtung Keez ging. Das Dorf wurde rechts liegen gelassen. Stattdessen ging es mitten durch die hügelige Endmoränenlandschaft nach Golchen zum Schlossgut Dreiwasser.

Das Dorf war 1219 erstmals urkundlich erwähnt worden. Sein Schloss in der heutig sichtbaren Form ist mit dem Baujahr 1857 jüngeren Datums. Die umliegenden Seen waren wohl beim Aushub der Erde entstanden, auf deren Wällen dann das Schloss errichtet wurde. Auch beim nächsten Riesen wurde Rast gemacht: ein mindestens 200 Jahre alter Wildbirnbaum, an dessen Früchten sich im Spätsommer die Rehe berauschen. Bei Birnensaft und Camembert-Keksen mit Birnenmarmelade konnte jeder lauschen, ob das Rauschen des Windes in der mächtigen Baumkrone ihm den Namen seiner oder seines Liebsten zuflüsterte. Nächste Station war das Gutshaus von Alt Necheln. Auf dem Weg dorthin passierten die Pedalritter eine Reitergruppe. Über eine Warnow-Brücke ging es in den Park am Kaarzer Schloss. An der ehemaligen Sommerresidenz Hamburger Kaufleute galt es, verschiedene Samenzapfen ihren Bäumen zuzuordnen. Darunter der nächste Riese – ein exotischer Mammutbaum. Über Weitendorf führte die Tour dann in Richtung Sülten durch Salzwiesen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welche große Abwechslung die Sternberger Seenlandschaft bietet. Am Brüeler Galgenberg wurden die übrig gebliebenen Fotos abschließend zugeordnet.

Die Länge der Tour war mit etwa 25 Kilometer genau richtig, urteilten die Teilnehmer, „weil nicht so anstrengend“. Auch der Zeitaufwand von maximal sechs Stunden war gut kalkuliert. Die nächsten Auflagen ihrer Radwandertour plant Verena Taubhorn für den 2. Juli und 27. August. Die Teilnahmegebühr beträgt 12,50 Euro pro Person (weitere Infos und Anmeldungen: 0173 / 648 52 70). 

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