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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 03:04 Uhr

Brüel : Partnerschaft bekommt Aufwind

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Brüeler und Schönkirchener Bürger enthüllten Stein an Einheitslinde auf dem Ziegenmarkt.

von
erstellt am 03.Okt.2014 | 16:39 Uhr

Die Linde auf dem Brüeler Ziegenmarkt ist zu einem stattlichen Baum herangewachsen. Doch nur wenige wissen um seine Bedeutung. Das kann nun auf einem Stein nachgelesen werden: „Einigkeit . Recht . Freiheit Einheitslinde der Partnergemeinde Schönkirchen 3. Oktober 1990“. Am Vortag der deutschen Einheit 2014 hat Brüels Bürgermeister Jürgen Goldberg im Beisein von Einwohnern aus Brüel und Schönkirchen die kleine Tafel enthüllt.

„Wir haben 1990 in Schönkirchen eine Einheitseiche gepflanzt. Im Jahr darauf haben die Schönkirchener eine Linde mit nach Brüel gebracht“, erinnert Jürgen Goldberg. Mit der rund 6000 Einwohner zählenden Gemeinde vor den Toren Kiels verbindet Brüel seit 1990 eine Partnerschaft. Was in den ersten Jahren funktionierte, „weil beide Verwaltungen eng zusammen gewirkt haben“, weiß der Bürgermeister. Dann waren es nur die Feuerwehren, die intensiven Kontakt pflegten. „Im vergangenen Jahr wurden wir dann eingeladen. Unser gemeinsames Anliegen ist es, zu versuchen, die Partnerschaft wieder zu beleben“, so Goldberg.

„Ich freue mich, dass ich hier bin. Ich bin immer neugierig“, sagt denn auch Peter Zimprich, seit vergangenem Jahr ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Schönkirchen. Für ihn und seine Frau war es der zweite Besuch in der mecklenburgischen Kleinstadt. Das erste Mal habe er auf der Durchreise von Berlin kommend hier Halt gemacht, „weil ich wusste, dass es die Partnerstadt ist“, sagt er. Das liege jetzt fünf oder sechs Jahre zurück. „Unser Besuch ist eine gute Gelegenheit, unsere Beziehungen zu vertiefen. Eine Städtepartnerschaft lebt von den Begegnungen von Mensch zu Mensch, von offenen Diskussionen und auch vom Kennenlernen des jeweiligen Alltags“, zeigt sich Zimprich überzeugt. In seiner kleinen Ansprache beim abendlichen Herbstfeuer dankte er denn auch ausdrücklich den Wehren für ihre aktive Partnerschaft, die „lebt und funktioniert“. Er habe sich vorgenommen, die auch auf kommunaler Seite mit neuen Zielen zu beleben. Deshalb sei er heute hier, freue sich auf die Gespräche und die Veranstaltung.

Frank Otto, seit 2013 Gemeindewehrführer in Schönkirchen und davor Ortswehrführer, müsste weit zählen, wie oft er bereits Brüel besucht hat. „Ich war gleich beim ersten Mal dabei. Wir sind permanent am Ball geblieben. Man muss voll hinter einer Sache stehen und das hat mit den Wehrführern immer super geklappt“, sagt Otto. Ihn und den Brüeler Wehrführer Torsten Reiher verbinde längst eine Freundschaft, „man besucht sich“. Das kann auch Torsten Reiher nur bestätigen. Die Partnerschaft zwischen den Wehren beschreibt er mit „unkompliziert und kameradschaftlich“. Immer wieder gern in Brüel ist auch Günter Herrmann, Schönkirchener Wehrführer von 1970 bis 1997. Er sei froh, es damals gemacht zu haben, auch, „wenn ich auf der ersten Fahrt hierher richtig Herzklopfen hatte“. Denn Herrmann war von 1955 bis 1957 in Stern Buchholz Soldat und 1958 „abgehauen“. Die Fahrt nach Brüel wurde für ihn Jahrzehnte später seine erste Wiederbegegnung mit Mecklenburg. Seite 8

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