Sülten : Osterluzei wächst in einem Garten in Sülten

Osterluzei wächst im Garten von Annegret Köster.
Osterluzei wächst im Garten von Annegret Köster.

Doch wie ist die Heilpflanze auf das Grundstück von Annegret Köster gekommen?

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07. Juli 2014, 16:33 Uhr

Sie habe sich schon immer für Pflanzen interessiert, sagt Annegret Köster. Die 78-jährige Lehrerin im Ruhestand besitzt denn auch viele Fachbücher und sammelt entsprechende Beiträge, wie jüngst den über die Osterluzei in der Schweriner Volkszeitung. „Walter Kintzel hat über die Osterluzei geschrieben. Die wächst bei mir sogar im Garten“, informierte Annegret Köster unsere Redaktion.

In dem Beitrag schreibt Kintzel über eine Exkursion, die regionale Geobotaniker zum Vietmar See und zum Enten See bei Neu Woserin geführt hatte. Im Mittelpunkt stand die Osterluzei, die in einem Kieferforst am Ufer des Vietmer See 1972 entdeckt worden war und erneut bei einer Nachsuche im Jahr 2000. Um sie als Kulturrelikt an diesem Standort für die nächsten zwei Jahrhunderte zu sichern, wollen die Geobotaniker nun mit dem zuständigen Revierförster Verbindung aufnehmen, so Kinzel in dem SVZ-Beitrag.

In der Antike galt die Osterluzei als wertvolle Heilpflanze. Sie wurde gegen Schlangenbisse und zur Erleichterung der Geburt eingesetzt, ist u. a. auf der Internetseite www.heilkraeuter. de zu lesen. Die Volksheilkunde wendet sie noch heute als verdünnte Tinktur äußerlich zur Behandlung von entzündeten Wunden, gegen Ekzeme, Unterschenkelgeschwüre und bei Juckreiz an.

Die Osterluzei ist ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch, wurde aber nach Mitteleuropa eingeführt. Als Standort liebt die mehrjährige Pflanze, die bis zu einem Meter hoch werden kann, vor allem Weinberge, aber auch andere sonnige Hänge. Sie ist in Deutschland so selten, dass sie unter Naturschutz steht.

Doch auch im Garten von Annegret Köster in Sülten scheint sich die Osterluzei wohl zu fühlen. Wahrscheinlich hat sie ihren Weg von der benachbarten Wiese auf das private Grundstück genommen. Denn hinter dem Gartenzaun mit Blick auf die Sültener Salzwiesen sind die hellgrünen, herzförmigen Blätter nicht zu übersehen. Einige der Pflanzen haben schon gelbe Blüten angesetzt.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.








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