Rothen : Ort der taffen Leute

Aus der Stadt Brandenburg seit sieben Jahren in Rothen: Antje Beyer („Zur Rothen Kelle“).
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Aus der Stadt Brandenburg seit sieben Jahren in Rothen: Antje Beyer („Zur Rothen Kelle“).

Borkower Ortsteil beteiligt sich an bundesweiter Aktion „Kerniges Dorf! – Umbau gestalten“. 13 Bewerbungen kommen aus MV.

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01. Juli 2015, 22:32 Uhr

„Morgen um Mitternacht“ – so heißt das Kunstwerk aus Stahl von Takwe Kaenders, welches quasi den optischen Mittelpunkt von Rothen bildet. In der öffentlichen Wahrnehmung sorgen vor allem die Künstler und Handwerker für Schlagzeilen. So ist noch bis Monatsende im Rothener Hof die Ausstellung „Burgschüler in MV“ zu sehen.

Apropos Rothener Hof – er ist der beste Beweis, was aus einem ehemaligen Kuhstall werden kann. Im Seitenflügel befindet sich das Café/Restaurant „Zur Rothen Kelle“, welches Antje Beyer zusammen mit Richard Scherer betreibt. Beyer ist vor sieben Jahren aus der Stadt Brandenburg hierher gezogen. Die Kneipe, was gar nicht despektierlich gemeint ist, ist der soziale Mittelpunkt des Ortes. Auf der Bank vor der „Rothen Kelle“ hat es sich Manfred Dotschuweit, 59, gemütlich gemacht und genießt die Sonnenstrahlen. „Wenn der Verein ,Rothener Hof‘ nicht wäre, wäre nix los“, bekennt der Ur-Rothener.

Unweit davon entfernt sitzt Takwe Kaenders, eine Künstlerin, die gern mit Stahl und dabei auch mit einem Schweißbrenner arbeitet. Die Bildhauerin aus Augzin bei Goldberg hat seit Jahren in Rothen ihre Werkstatt. Sie gehört zu den inzwischen 70 Mitgliedern des Vereins „Rothener Hof“, der bunt gemischt ist vom Teenie bis zum Rentner. „Als ich 2001 hierher kam, stand fast jedes zweites Haus leer“, so Kaenders. Inzwischen habe man es längst geschafft, dass im Rothener Hof wieder neues Leben einzog. Und jedes Haus im Ort ist inzwischen belegt.

Inzwischen ist aus dem 60-Einwohner-Ort mit 50-prozentigem Leerstand ein im wahrsten Sinn des Wortes kerniges Dorf geworden.

Und darum macht man auch mit bei der Zweitauflage der bundesweiten Aktion „Kerniges Dorf! – Umbau gestalten“, die sich die Belebung der Dorfkerne auf die Fahnen geschrieben hat. Insgesamt 253 Orte, darunter 13 aus MV, beteiligen sich daran. Nicht „Morgen um Mitternacht“, aber am Monatsende weiß Rothen, ob man in die Auswahl der Top 20 gekommen ist, die dann eine Jury besucht.  

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