Brüel : Nussknacker und Mäusekönig

Die Zuckerfee empfängt Clara und den Nussknacker in ihrem Reich. Fotos: Traudel Leske
1 von 3
Die Zuckerfee empfängt Clara und den Nussknacker in ihrem Reich. Fotos: Traudel Leske

Die Grundschule Brüel lud Eltern, Großeltern und Geschwister zu einem Weihnachtsprogramm der besonderen Art ein. Diesmal war es ein Musical.

von
30. November 2015, 18:28 Uhr

Für einen Abend lang hatte sich das weihnachtlich geschmückte Atrium der Brüeler Grundschule in ein Musical-Theater verwandelt. Auf der einen Seite die Bühne für die Akteure, auf der anderen Seite die zahlreich erschienenen Zuschauer. Denn alle waren zum alljährlichen Weihnachtsprogramm eingeladen. Doch in diesem Jahr gab es ein Novum. „Wir haben diesmal auf die traditionellen Weihnachtsstände verzichtet, die immer viel Unruhe mit sich bringen“, erzählt die stellvertretende Schulleiterin Silke Aselmeyer. „In diesem Jahr soll es etwas besinnlicher zugehen. Unsere Musiklehrerin Sandra Sulkowski, die sowohl die singenden ,Schulhofspatzen’ als auch die AG Tanztheater betreut, hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: ein weihnachtlich angehauchtes Musical. In das alle Klassenstufen eingebunden sind.“ Und dann war zu erfahren, dass es um das Märchen vom Nussknacker und vom Mäusekönig von E. T. A. Hoffmann geht. Drei große Proben mit Musik, Tanz und Gesang mussten die Schüler absolvieren, bis sie es richtig drauf hatten. „Doch alle waren mit wahrer Begeisterung bei der Sache.“ Kein Wunder bei der engagierten Lehrerin.

Noch bevor die eigentliche Hauptveranstaltung begann, hatten die „Schulhofspatzen“ Aufstellung genommen und warteten auf das Zeichen ihrer Chorleiterin Sandra Sulkowski. Und dann erklangen die schönsten Weihnachtslieder.

Nach einer kurzen Pause dann: Peter Tschaikowskis unsterbliche Musik aus der Nussknacker-Suite (Konserve) erfüllte das Atrium mit voluminösem Klang. Und dann schwebten sie herein, die Feen des Märchens (Ouvertüre) mit ihren bunten Schleiern. Währenddessen Clara, eine der Hauptakteurinnen (Carlotta Bick), ihr Geschenk von Onkel Drosselmeyer auspackte: einen hölzernen Nussknacker (Leon Bartsch). In den sie sich schon bald unsterblich verliebte. Und mit dem im Arm sie einschlief. Als die Uhr Mitternacht schlug, verwandelte sich der Nussknacker.

Szenenwechsel. Gezeigt wird der Marsch der Nussknacker (Musizieren mit Carl Orffs Musik). Und es beginnt ein Kampf zwischen Nussknacker und Mäusekönig (Tjark Hansen). Der Nussknacker drängt die Mäusearmee zurück. Wieder Szenenwechsel. Clara ist erwacht und kommt dem Nussknacker mit Pantoffeln zu Hilfe. Die Mäusearmee wird endgültig geschlagen.

Das Mädchen ganz stolz zum Nussknacker: „Du hast den Mäusekönig besiegt, du bist ein Held. Warst du schon immer ein Nussknacker?“ Und sie erfährt vom Schicksal des hölzernen Gesellen, dass der Mäusekönig ihn vor langer Zeit in einen Nussknacker verwandelt habe. Darauf Clara: „Oh, wie kann ich dir helfen? Wie kannst du dich zurückverwandeln? “ In diesem Moment kommt eine Fee angeflogen und sagt zu den Beiden, „Wollt ihr den Bann des Mäusekönigs brechen, dann müsst ihr die Zuckerfee (Holly Kraft) suchen.“ Und sie erzählt, dass sie die Zuckerfee auf einer kleinen Insel jenseits des Meeres der Stürme finden. Clara und der Nussknacker begeben sich auf die Suche nach der Zuckerfee. Die sie nach langem Suchen auch finden. Und die ihn erlöst.
Inzwischen erklingt der Blumenwalzer. Hier erzählt der Nussknacker, wer er in Wirklichkeit sei: Prinz Erik (Sent Klingohr), der Sohn des Königs. Bevor der Mäusekönig die Macht übernommen habe. Clara ganz stolz: „Dein Mut hat die Menschen vom Mäusekönig gerettet. Nun kannst du den Platz als König einnehmen.“

Am Ende des Musicals Mutti Silvana Hoddow ganz begeistert: „Richtig schön. Die Kinder waren wirklich toll.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen