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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

11. Dezember 2017 | 04:57 Uhr

Neukloster : Nur noch zwei Hürden bis zum Ziel

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der zwölfjährige Marvin Skriwanek nimmt an Deutschlands größtem Geographiewettbewerb teil und ist Sieger auf Schulebene

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2016 | 05:00 Uhr

Nur noch zwei Hürden muss er bis zum Ziel überwinden, um der beste Geographieschüler Deutschlands zu werden. Die Rede ist von Marvin Skriwanek aus Neukloster. Der Zwölfjährige besucht dort die Klasse 7b des Gymnasiums „Am Sonnenkamp“. Er nimmt an Deutschlands größtem Geographiewettbewerb „Diercke Wissen 2016“ für Schüler teil und hat den Sieg auf Schulebene erlangt. Schulleiterin Astrid Paschen überreichte dem Sieger für diese Leistung einen englischsprachigen Atlas der Oxford University Press.

„In der ersten Runde haben alle Klassen der Jahrgangsstufen sieben bis zehn den Klassensieger unter sich ermittelt und Marvin hat sich am Ende gegen seine Klassenkameraden durchgesetzt“, sagt Jürgen Milde, Europaschul-Koordinator sowie Fachlehrer für Geographie, Englisch und Evangelische Religion auf telefonischer Nachfrage unserer Zeitung. Milde betreut den Wettbewerb in der Schule „schon seit Jahren“ und begleitet Marvin bei der Durchführung.

Alle Schüler mussten in der ersten Runde den gleichen Fragebogen beantworten. So gab es keine unterschiedlichen Schwerpunkte für die einzelnen Jahrgangsstufen. „Die Fragen reichten thematisch von Deutschland und der Welt bis hin zu Natur- und Wirtschaftsgeographie“, erklärt Milde. In dem Test wurde von den Schülern Wissen und Transparenz verlangt. So wurde beispielsweise nach der Lage einer Klimastation gefragt und nach dem Namen des größten Korallenriffs der Erde.

Um Schulsieger zu werden, musste sich Marvin schließlich gegen die anderen Klassensieger durchsetzen. Auch das hat er erfolgreich geschafft. „Er hat sehr gut abgeschnitten“, sagt Milde.

Mit dem Sieg auf Schulebene hat sich Marvin für den Landesentscheid Ende März für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern qualifiziert. Das Prozedere ist laut Jürgen Milde „reine Formsache“. Marvin muss in dieser Wochen erneut einen Test schreiben. „Dieser hat einen Umfang von vier Seiten und dauert 20 Minuten“, sagt Milde. Der ausgefüllte Fragebogen wird dann unkorrigiert zusammen mit der Meldung des Schulsiegers an den zuständigen Landesbeauftragten des Verbandes Deutscher Schulgeographen (VDSG) geschickt. In Mecklenburg-Vorpommern ist es Manfred Oschwald aus Rostock. „Er korrigiert den Fragebogen und teilt unserer Schule das Ergebnis mit“, erklärt Milde und erinnert sich: „Im vergangenen Jahr war ein Schüler unserer Schule der siebtbeste.“

Jürgen Milde schätzt Marvins Chancen sehr gut ein: „Bis jetzt hat er ein gutes Wissen unter Beweis gestellt und ich traue ihm den Sieg zu.“ Zudem sei Marvins Alltag außerhalb des Schulunterrichts von Geographie geprägt. Sein Vater ist Geograph und so gibt es am Abendbrottisch schon einmal das ein oder andere Fachgespräch unter Experten. Am vergangenen Wochenende bereitete sich Marvin mit dem intensiven Lesen von Literatur auf den anstehenden Test vor.

Erringt er den Landessieg, sichert er sich einen Platz im großen Finale am 10. Juni in Braunschweig. Hier treten dann alle Landessieger sowie der Sieger der deutschen Schulen im Ausland gegeneinander an und ermitteln den Bundessieger.

2000 wurde der erste Geographiewettbewerb ausgespielt. Seitdem wurde das Interesse von Jahr zu Jahr immer größer. Bis zu 310 000 Geographie begeisterte Jugendliche nehmen mittlerweile jedes Jahr am größten deutschen Geographiewettbewerb teil. Bis 2011 hieß der Wettbewerb National Geographic Wissen. 2001 siegte Martin Kirchner aus Tewswoos bei Dömitz im Finale für das Bundesland M-V. Er durfte nach Vancouver/Kanada fahren und dort an der Geographie-Olympiade teilnehmen.

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