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Kritik an Rasern : Nur ein Fahrzeug hielt bei A 14-Unfall an

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Oberlöschmeister Torsten Ries kritisiert die Kraftfahrer und vor allem Raser. Nicht der erste Vorfall bei Regen auf dem Abschnitt

von
erstellt am 25.Sep.2016 | 21:00 Uhr

„Nur ein einziges Fahrzeug hielt an, es war eine junge Familie mit einem zehn-/elfjährigen Mädchen“, so Oberlöschmeister Torsten Ries von der Freiwilligen Feuerwehr Warin gestern gegenüber SVZ. Damit meinte er den folgenschweren Unfall von Freitag, 17 Uhr, auf dem Abschnitt zwischen Jesendorf und Cambs der A 14. SVZ berichtete online bereits darüber. Auf regennasser Fahrbahn verlor der 22-jährige Fahrer eines BMW die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit der Mittelschutzplanke. Das Auto schleuderte laut Polizei „nach rechts in die Bankette, überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen“. Die vier 22- bis 57-jährigen Insassen wurden z. T. schwer verletzt, am Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Vor Ort waren zwei Notärzte, vier Rettungstransportwagen (RTW) sowie der Rettungshubschrauber. Die Autobahn musste in Richtung Süden für ca. zwei Stunden voll gesperrt werden.

Zugleich wurden die für den Autobahn-Abschnitt vom Landkreis für den Ersteinsatz eingeteilten Feuerwehren aus Warin und Jesendorf alarmiert. „Wir waren mit 24 Mann vor Ort, davon 17 aus Warin. Auch war Amtswehrführer Lars Krasemann aus Neukloster zugegen“, so Ries.

Der Unfall ereignete sich auf Höhe Rubow. Auf dem Fünf-Kilometer-Abschnitt zwischen der Talbrücke Dämelow und den lang gestreckten Kurven bis Höhe Rubow sei es nicht der erste Unfall bei Regen gewesen, „wo ein Fahrzeug auf dem Dach liegt“, sagt Ries. Der Feuerwehrmann verwies aufs „Quergefälle auf der Autobahn, das mal von rechts nach links gehe und dann wieder umgekehrt. So läuft dann das Wasser über die Straße“. Zudem vermutet der Oberlöschmeister „in dem Bereich eine Wettergrenze“.

Torsten Ries kann die Unvernunft der Kraftfahrer nicht nachvollziehen. Nicht nur, dass kaum einer beim Unfall anhalte. Warins stellvertretender Wehrführer Stephan Busch sei mit dem Kommandowagen voraus gefahren, laut Ries „mit 180 km/h auf der linken Spur und hinter ihm wurde noch gedrängelt.“

 



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