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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

12. Dezember 2017 | 20:38 Uhr

Groß Görnow : Nun doch: Holzbrücke wird erneuert

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Beginn eventuell noch im September / Große Runde zur Zukunft dieser Warnow-Querung am 9. Oktober.

von
erstellt am 10.Sep.2014 | 22:27 Uhr

Nicht nur Wanderfreunde werden die Nachricht mit Wohlwollen aufnehmen: Das defekte Geländer der viel frequentierten Holzbrücke im Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal bei Groß Görnow wird nun doch erneuert. „Wir haben uns die Sache nochmals angesehen: Der Unterbau der Brücke  ist nicht beschädigt. Sie ist aus unserer Sicht zu reparieren“, erklärte Jan Lippke, stellvertretender Leiter des Naturparks Sternberger Seenland, auf Nachfrage gegenüber SVZ. Darauf wurde sich, so Lippke,  zwischen den zuständigen staatlichen Stellen und Umweltgremien verständigt. Mit der Instandsetzung wollen  die Naturpark-Mitarbeiter nach Möglichkeit noch in diesem Monat beginnen.

Die 1993 von René Veit, der in Brüel ein forstliches Lohnunternehmen betreibt, errichtete  Brücke mit ihrer Unter-konstruktion  aus naturbelassener Eiche war durch das Unwetter vom 2. August  in Mitleidenschaft  gezogen worden (SVZ berichtete).  Die  Krone einer mächtigen Buche brach beim Sturm   ab und stürzte auf die Brücke. Dabei wurde das erst in diesem Jahr erneuerte Geländer arg beschädigt.

„Warnow-Brücke bleibt gesperrt“, titelte SVZ in der Ausgabe vom 16. August. Die Erneuerung des Geländers und damit die Freigabe des Überwegs sei, so  Sternbergs Bürgermeister Jochen Quandt  seinerzeit,  „aus wirtschaftlicher Sicht wenig sinnvoll. Der Aufwand wäre unvertretbar.“

Zum Hintergrund: Die Brückenkonstruktion ist in die Jahre gekommen und hätte 2015 aus Sicherheitsgründen   wahrscheinlich  sowieso  gesperrt werden müssen.   Übers Ob und Wann streiten sich indes die Geister, sprich die zuständigen Ämter Sternberger Seenlandschaft und Bützow-Land.  „Letzteres soll  zur Brücke ein Gutachten in  Auftrag gegeben  haben. Gesehen hat das jedoch bisher keiner“, so Lippke.

Der SVZ-Beitrag von Mitte August sorgte deutschlandweit für Schlagzeilen. Sind doch die insgesamt 104 Naturparks zwischen Küste und Alpen Online mäßig vernetzt. Zudem wirbt der hiesige Naturpark nach wie vor im Netz mit dem Warnow-Durchbruchstal samt Brückenüberquerung, so die Beschwerde eines Wanderführers aus den alten Bundesländern. Auch dies trug  zum jetzigen Umdenken bei.

Nach der Instandsetzung kommt allerdings an die Brücke ein Schild mit der Aufschrift: „Betreten auf eigene Gefahr“. Eine Dauerlösung ist das nicht. Darum tagt man  am 9. Oktober um 9.30 Uhr  in großer Runde im Wariner Naturschutzzentrum zwecks Ideenfindung, wie es weiter geht  mit dieser „Grenzland“-Brücke. Die Seite  von Groß Görnow gehört territorial zur Stadt Sternberg, am anderen Ufer  hat jedoch die Gemeinde Warnow das Sagen. Die Fluss-Mitte trennt  hier die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Rostock. Darum wird  am 9. Oktober alles doppelt besetzt sein: Kommunen, Ämter, Untere Naturschutzbehörden und auch z. B. die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu). Ein Brückenneubau kostet, so Sternbergs Bürgermeister Jochen Quandt  gegenüber SVZ, „einige 100 000 Euro“. Somit ist schon vor der großen Runde klar: Wer Veränderungen möchte, muss zugleich erläutern, wie er das zu finanzieren gedenkt...

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