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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 18:02 Uhr

Brüel : Nicht danebenstehen, einfach tun

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Bürgermeister Jürgen Goldberg dankte auf Brüeler Neujahrsempfang für vielfaches Engagement im öffentlichen Leben.

von
erstellt am 30.Jan.2015 | 16:38 Uhr

Helmut Strauß war sichtlich überrascht über die öffentliche Ehrung durch Bürgermeister Jürgen Goldberg auf dem Neujahrsempfang der Stadt am Donnerstagabend im Schul-Atrium. „Ein besonderer Dank geht an einen Mitbürger, der selbstlos einfach anfing, auf dem Mühlenberg und in Straßen Unrat zu sammeln und über den Bauhof zu entsorgen. Nicht danebenstehen und schimpfen, sondern einfach tun“, würdigte der Bürgermeister. Und er dankte „für alle Beteiligungen am öffentlichen Leben“ auch den Verbänden und Vereinen, den Organisatoren der Stadtfeste, der Feuerwehr für die Festivitäten wie zu Ostern oder im Herbst und den Sponsoren.

Was ein enges Zusammenwirken vieler Partner schaffen könne, zeige der Naturerlebnisspielplatz, der am Roten See entstanden sei, betonte Goldberg in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr. Er erinnerte an den aufgrund technischer Probleme schweren Start der Kindertagesstätte Am Mühlenberg. Stadtvertretung hätten sich hier aktiv eingebracht, zur Elternvertretung gebe es vertrauensvollen Kontakt. Nun müssten rasch die inhaltlichen Probleme der Kita der Volkssolidarität gelöst werden – im Interesse der Kinder und der Erzieherinnen.

„Seit Januar 2014 befassen wir uns intensiv mit der großen Investition des Agrarhofes nahe Keez“, erklärte Goldberg. Es habe sich gezeigt, „wie schwer es ist, offen, ehrlich, ohne Vorurteile miteinander umzugehen“. Immer noch herrsche Unzufriedenheit. Das Projekt sei ein großer, gewaltiger Eingriff in den Lebensraum und wirke langfristig. „Man kann nicht einfach bedenkenlos alles befürworten“, machte Jürgen Goldberg deutlich. Und auch, dass es so viel Teilnahme von Bürgern in dieser Region selten gegeben habe. „Das Interesse ist so groß, weil das persönliche Leben direkt betroffen ist, auch die befürchteten Auswirkungen auf Necheln, Keez und Thurow“. Goldberg gab aber ebenso zu bedenken, dass Investitionen notwendig seien. Neue Arbeitsplätze würden hier qualifizierten jungen Leuten ein Auskommen geben.

Investiert wird bereits auf dem Mühlenberg. Drei junge Familien bauen ihr Eigenheim. Ebenso werde in der Stadt und in den Ortsteilen gebaut und saniert. „Schandflecke konnten verkauft werden und es besteht die Hoffnung, dass mit hohem Aufwand instandgesetzt wird“, so der Bürgermeister. Im ehemaligen Landambulatorium soll altersgerechtes Wohnen entstehen. Nächstes Bauvorhaben der Stadt ist der Ausbau eines Abschnitts am Weg zum Roten See, kündigte er an. Der Druck sei groß, weil bis zum 30. Juni alles fertig sein muss.

Viel Stoff zum Diskutieren boten Goldbergs Ausführungen, aber auch Zeit für eigene Ideen und Gedanken blieb an diesem Abend. Der Brüeler Agrarhof hatte zudem das Projekt der geplanten Milchviehanlage als Modell mitgebracht.

 „Wir kommen in jedem Jahr zum Neujahrsempfang. So sind wir auf dem Laufenden, was in der Stadt passiert. Man kann nicht nur meckern, man muss auch etwas tun. Deshalb suche ich auch sonst den Kontakt zum Bürgermeister“, freute sich Edith Gronert auf den Abend. Sie war mit ihrer Bekannten Nortlind Oelsner gekommen. Beide engagieren sich in der Brüeler Ortsgruppe der Volkssolidarität.

 

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