Lübow : Neun- Millionen- Projekt

Baustelle: Hier entsteht das neue Verwaltungsgebäude des Zweckverbandes Wismar mit Sitz in Lübow.
Baustelle: Hier entsteht das neue Verwaltungsgebäude des Zweckverbandes Wismar mit Sitz in Lübow.

Zweckverband baut neue Verwaltung in Lübow

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12. Dezember 2019, 18:55 Uhr

Bei der geplanten Investition von 9,3 Millionen Euro für den neuen Verwaltungsbau des Zweckverbandes Wismar mit Sitz in Lübow „sind wir mit 121 000 Euro im Plus“, verkündet Grit Glanert, Verbandsvorsteherin des Zweckverbandes (ZV). Fertigstellung soll 2021 sein. Dann werden hier 55 der 64 Mitarbeiter einziehen. Bisher residiert der Zweckverband in Baracken auf dem Gelände an der Landesstraße 102 in Lübow. „Die Gebäude zu sanieren, ist finanziell nicht mehr vertretbar“, betont der Technische Leiter des Zweckverbandes, Sebastian Beetz.

Nach Übergabe des neuen Gebäudes, das zu einem Drittel unterkellert sein wird – hier ziehen Archiv und Datenverarbeitung ein – werden die alten Gebäude abgerissen. Auf der Vorderseite, zur Straße hin, will der Zweckverband die Fläche für Wohnbebauung zur Verfügung stellen. „Zudem gibt es dann genügend Parkplätze auf dem Gelände und auch noch Platz für Fremdfirmen“, so Glanert gegenüber SVZ.

Die größte Investition 2019 ist mit 800 000 Euro die Komplettsanierung der beiden, je 900 Kubikmeter großen Trinkwasserhochbehälter in der Zurower Gemarkung. Derzeit erfolgen Restarbeiten im Innenausbau. Insgesamt verschlingt die Maßnahme sogar 1,5 Millionen Euro.

Vom Wasserwerk in Perniek bei Neukloster gelangt das kostbare Nass über die Hochbehälter zu den Haushalten in den Gemeinden Zurow und Lübow sowie nach Neukloster. Zudem besteht eine Ringleitung mit dem Wasserwerk Ventschow zur gegenseitigen Versorgungssicherheit, wenn einmal in Ventschow oder Perniek ein Brunnen ausfällt.


Zusatzbrunnen in Verschow wird gebohrt

2020 werden in Ventschow und Perniek jeweils ein Ersatzneubau zu den bestehenden Brunnen vorgenommen, um auf einen Ausfall regieren zu können. So gibt es in Ventschow derzeit nur einen 100 Meter tiefen Brunnen. „Und der ist über 30 Jahre alt. Zusätzlich gibt es noch einen Brunnen, der ist aber nur 40 bis 50 Meter tief“, erläutert Sebastian Beetz.

Die Brunnenbohrung in Ventschow ist für kommenden März eingetaktet. Insgesamt nehmen die beiden Neu-Brunnen Investitionen von 1,68 Millionen Euro in Anspruch.

Was die Gebühren für die Verbraucher betrifft, so bleiben diese nach 2018 und 2019 auch im kommenden Jahr stabil. Für 2021 dürften sie dann aber steigen, so der Tenor auf der ZV-Mitgliederversammlung.

Das Verbandsgebiet reicht von Ventschow über Bobitz, der Insel Poel bis Strameuß, Nantrow und Neukloster. Im Verbandsgebiet gibt es Wasserwerke in Ventschow, Perniek, Timmendorf/Poel, Gamehl und Gramkow sowie 30 Trinkwasserbrunnen und 42 Klärwerkanlagen.

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