Warin : Neuimker sind willkommen

Die Gäste konnten sich anhand einer von Wariner Imkern aufwändig gestalteten Dokumentation über Verein, Bienen und Imkerei informieren. Wolfgang Maatz hier mit Wolf-Dietmar Vetter. Fotos: spöhr
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Die Gäste konnten sich anhand einer von Wariner Imkern aufwändig gestalteten Dokumentation über Verein, Bienen und Imkerei informieren. Wolfgang Maatz hier mit Wolf-Dietmar Vetter. Fotos: spöhr

Wariner Imkerverein feierte 105-jähriges Bestehen.

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08. März 2015, 15:41 Uhr

105 Jahre alt ist der Wariner Imkerverein und das feierten die Mitglieder am Sonnabend mit Gästen im Café Lubitz in Warin. Jahrelang sei man davon ausgegangen, dass sich die Wariner Imker 1945 organisiert hätten, erinnerte Vereinsvorsitzender Wolfgang Maatz in seiner Begrüßung. Ortschronist Christoph von Fircks hätte ihn dann darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Wariner bereits am 20. Februar 1910 in einem Verein organisiert haben, nachzulesen in der Wariner Zeitung vom 23. Februar 1910. In Anbetracht des Alters der Mitglieder – der Jüngste ist 32, der Älteste wird 88 Jahre alt, und der über Jahrzehnte andauernden Mitgliedschaft vieler, hatte der Vorstand beschlossen, den verpassten 100. Jahrestag nachzuholen, so Maatz. „Dieses sind wir unseren älteren, treuen und sehr stark engagierten Imkern schuldig“, erklärte er. Dazu gehört beispielsweise Horst Niemann, langjähriger Vorsitzender, Vorstandsmitglied und Bienensachverständiger, der sich seit fast 47 Jahren im Verein engagiert. Ihm wurde mit Blumen gedankt.

26 Männer hatten den Verein seinerzeit gegründet, 1. Vorsitzender war Lehrer Marin aus Mankmoos. 1912 gab es bereits 130 Bienenvölker in Warin, 1930 waren es 49, der Wirtschaftskrise nach dem 1. Weltkrieg geschuldet. Maatz erinnerte daran, dass in den 1950er-Jahren die Imker beauflagt wurden, einen Teil des Honigs an den Staat abzuliefern. Daher förderte der Staat die Bienenzucht und bezahlte dem Imker pro abgeliefertem Kilogramm Honig 16 Mark, um durch den Export Devisen zu erzielen. Im Geschäft kostete das Glas Honig vier Mark, aber es gab kaum welchen.

„Die junge Generation von Imkern wächst nach. Es sind weniger als früher“, bedauerte Wolfgang Maatz, „wir älteren Imker machen uns Sorgen um die Zukunft der Bienen.“ Es sei wichtig, dass die Älteren ihr Wissen jetzt noch an die jüngeren Imker und Neuanfänger weitergeben würden.

 
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