Skipper Bernhard Ruff sichtet Tier in Wismar : Neugierige Robbe im Westhafen

Bernhard Ruff entdeckte die Robbe im Hafen.Hans Jocachim Zeigert
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Bernhard Ruff entdeckte die Robbe im Hafen.Hans Jocachim Zeigert

Die Sonne meinte es noch einmal recht gut, als Skipper Bernhard Ruff noch einmal an Bord seiner Segelyacht im Westhafen das spätsommerliche schöne Wetter genoss. Plötzlich steckte eine Robbe ihren Kopf aus dem Wasser.

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25. September 2012, 06:05 Uhr

Wismar | Die Sonne meinte es noch einmal recht gut, als Skipper Bernhard Ruff noch einmal an Bord seiner Segelyacht "Calypso" im Westhafen das spätsommerliche schöne Wetter genoss. Doch dann traute er seinen Augen nicht. Plötzlich steckte eine Robbe ihren Kopf aus dem Wasser und zwar nicht weit entfernt vom Heck seines Freizeitschiffes. "Es muss so gegen 17 Uhr gewesen sein, als sich der Meeressäuger im freien Wasser zwischen Steg 3 und 4 zeigte", so seine Beobachtung. Spontan holte er seine Kamera in der Hoffnung, das Tier möge sich noch einmal zeigen. "Da freut sich jedes naturverbundene Wassersportlerherz, vor allem, wenn sich eine Robbe so weit und ohne Bedrängnis in ein Hafenbecken hineinwagt", so sein Resümee nach Begutachtung der Bilder. Schließlich handelt es sich um ein nicht alltägliches Erlebnis. Vielleicht wäre es noch von längerer Dauer gewesen, hätten da nicht zwei heimkehrende Boote Kurs genau dorthin zu ihren Liegeplätzen genommen. "Das Tier fühlte sich wohl gestört und zog es vor, wieder in Richtung Wismarbucht zu ziehen", so seine weitere Vermutung.

Dies schien sich auch an Bord des Angelschiffes "Peter II" zu bestätigen. Auch von dort aus wurde das Tier noch einmal gesichtet, bevor es endgültig in den Weiten der Wismarbucht verschwand. Um was für eine Art es sich dabei handelt, da wollte sich der 62-jährige Fahrtensegler, der fast die gesamte Ostsee bereist hat, nicht festlegen. Doch Marinabetreiber Uwe Deutschmann plädierte nach Betrachten der Bilder für eine Kegelrobbe. Denn diese sind insbesondere in Höhe des weiträumigen Flachwasserbereiches der Untiefe Lieps immer mal wieder an unseren Küsten anzutreffen. "Ein schönes Erlebnis zum Saisonende", fand der Dessauer Freizeitkapitän, der dem Sportbootservice Westhafen seit gut acht Jahren als Stammlieger die Treue hält. Gestern ließ er seine fast zwölf Meter lange Yacht für die Winterpause an Land setzen. Geplant ist der Einbau eines Bug strahlruders, um so für die kommende Saison navigatorisch noch besser gerüstet zu sein. Gern nutzt er dafür das über die Jahre gewachsene Dienstleistungsangebot vom Sportbootservice in der Kreis- und Hansestadt Wismar. Trotz des durchwachsenen Sommerwetters hat der leidenschaftliche Wassersportler aus Sachen/Anhalt ein recht positives Fazit parat: "Wir haben uns über jeden schönen Segeltag gefreut, denn gerade die Wismarbucht halten wir weiterhin für ein traumhaftes Revier, das es auch zu schützen gilt". Denn Begegnungen mit großen und kleinen Meeressäugern sind ihm durchaus nicht fremd. Deshalb gibt er gern besondere Beobachtungen und Erlebnisse an zuständige Stellen weiter.

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