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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 06:56 Uhr

Warin : Neues Domizil in der Wäscherei

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Wariner Ortsverband der Volkssolidarität zählt aktuell 107 Mitglieder. Mittwochs sind Knobeln und Rommé im neuen Clubraum angesagt

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erstellt am 11.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Immer mittwochs sind Knobeln und Rommé im Club der Volkssolidarität Warin angesagt. „Es kommen etwa 20 Leute“, so Renate Winkelmann, die Vorsitzende der Ortsgruppe. Deren langjährige Vorgängerin Gerda Weiler gab im März vergangenen Jahres den Posten ab. „Es wollte keiner machen“, betont Winkelmann. Sie erklärte sich schließlich bereit dazu, unter der Bedingung, „dass einer den Hauptkassierer übernimmt. Das macht jetzt Ines Trempnau“.

Und auch das Domizil ist neu: Seit vergangenem September wurde ein alter ehemaliger Abstellraum der Volkssolidaritäts-Wäscherei Am Kirchtor 1 in den schmucken neuen Club-Raum umgewandelt. Petra Förster vom Kreisverband der Volkssolidarität Mecklenburg-Mitte in Güstrow hatte den Wariner Ortsverbands-Mitgliedern den Raum angeboten, nachdem diese im August 2016 wegen eines Wasserrohrbruches in der ehemaligen VS-Kita am Wariner Fritz-Reuter-Platz über Nacht aus ihrer Räumlichkeit raus mussten. Im Februar 2014 war in der Kita „Kinderland“ der VS am Reuter-Platz bereits das Obergeschoss wegen Befalls mit Schimmelpilzen gesperrt worden (SVZ berichtete). Die Kita unter dieser Trägerschaft gibt es inzwischen nicht mehr.


Selber gemalert und Fenster geputzt


Und auch die aktuell 107 Mitglieder des Wariner VS-Ortsverbandes, teilweise allerdings nur Zahlende, wie Renate Winkelmann anmerkt, benötigten eine neue Bleibe. Die Stadt Warin konnte keine in kommunalen Besitz befindliche Ausweich-Räumlichkeit zur Verfügung stellen. So sind die Senioren froh über die Unterstützung durch die TSG Warin, die ihr Sportlerheim am Glammsee einmal die Woche für die VS-Veranstaltungen weiterhin zur Verfügung stellen. Die größeren Veranstaltungen wie die vierteljährlichen VS-Geburtstagsfeiern oder das Preisknobeln finden nach wie vor im Sportlerheim statt, weil der neue Clubraum in der Wäscherei dafür einfach zu klein ist. Dafür dankt Renate Winkelmann „den TSG-Sportlern und vor allem dessen Vorsitzenden Frank Ridder“.

Die beliebten Knobel- und Rommé-Nachmittage finden hingegen seit diesem Jahr in der Wäscherei statt. Die VS Mecklenburg-Mitte kümmerte sich um die Farbe und auch um den Teppichboden für die einstige Abstellkammer. Zudem halfen der Hausmeister und VS-Angestellte, dass die Möbel vom Reuter-Platz zum Kirchtor 1 geschafft wurden.

Bei der Herrichtung des neuen Domizils legten die Wariner Mitglieder der Volkssolidarität kräftig mit Hand an: „Wir haben selber gemalert, einige haben Fenster geputzt oder die Bilder angebracht, die selbst mitgebracht wurden. Das war schon ganz viel Arbeit“, sagt Renate Winkelmann. Bei der Renovierung halfen vor allem Friedrich Wilk, Ines Trempnau, Erika Behnke, Helga Frick, Heidi Deckert, Thea Logé sowie die Ortsgruppen-Vorsitzende. „Wir sind froh, wo sollten wir hin“, freut sich Renate Winkelmann übers Ergebnis. Zumal der Weg für die Senioren nicht weit ist. Winkelmann: „Die meisten wohnen in den Neubauten an Reuter-Platz. Und bis zum Sportlerheim ist es doch weiter.“

Neben dem neuen Clubraum entstand auch noch eine kleine Küche, die sich der Wariner VS-Ortsverband praktischerweise mit den drei in der Wäscherei beschäftigten Frauen teilt. Hier wird bereits seit Anfang 2000 die gesamte Wäsche der Einrichtungen der Volkssolidarität Mecklenburg-Mitte gewaschen und gebügelt – Tisch- und Bettwäsche, Handtücher oder Lätzchen.

Beim Mittwochs-Knobeln ab 14 Uhr ist die 93-jährige Gerda Weiler, die die Wariner VS-Geschicke insgesamt 23 Jahre leitet, stets dabei. Viele Mitglieder kennen sich schon aus DDR-Zeiten, so ist Gerda Waack seit Gründung der Volkssolidarität in Warin in den 50ern dabei.

Neben Knobeln und Romme heißt es viermal im Jahr Bingo mit dem gebürtigen Bützower Michael Meiners. Alle 14 Tage wird zudem gekegelt. Helga Rapsch von Pro Senior kommt regelmäßig zu Vorträgen. „Einmal im Jahr gibt es auch eine Buchlesung“, so Renate Winkelmann. Die jüngste Veranstaltung war am 2. März die vorgezogene Frauentagsfeier mit Alleinunterhalter Dieter Deutsch am Akkordeon. Der Ur-Wariner und SPD-Mitbegründer nach der Wende kam dazu in alter Verbundenheit extra aus Boltenhagen, seinem neuen Wohnort.

 

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