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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. Oktober 2017 | 16:15 Uhr

Warin : Neues Betonpflaster statt Schotterpiste

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Straße am Glammsee in Warin wurde gestern technisch abgenommen und zünftig übergeben. Jahrelang war die löchrige Piste aus Sand und Schotter ein Ärgernis.

svz.de von
erstellt am 25.Jun.2014 | 17:34 Uhr

Die mit Schlaglöchern übersäte Piste aus Sand und Schotter von der Schweriner Straße bis Waldheim war lange Zeit ein Ärgernis. „Ich habe zehn Jahre für eine befestigte Straße gekämpft“, sagt Barbara Meier, schon zwei Mal und jetzt erneut für die Bürgernahe Wählergemeinschaft Warin in der Stadtvertretung. „Zuerst hatte ich an einen Wanderweg direkt um den Glammsee gedacht, doch die Uferzone ist über weite Strecken nicht frei zugänglich. Deshalb habe ich mich für die Straße stark gemacht.“ Die Schotterpiste sei wahrhaft „problematisch“ gewesen, so Bürgermeister Michael Ankermann. Mit der Zustimmung zum Haushaltsplan 2014 gab die Stadtvertretung grünes Licht für das Vorhaben. Kurzfristig, kaum noch erwartet
erhielt die Stadt einen Zuwendungsbescheid über 95 Prozent der förderfähigen Kosten. Ein Segen für die wenigen Anlieger, die sonst immense Beiträge zu schultern hätten. Die Gesamtkosten liegen bei 190 000 Euro, darunter eine reine Bausumme von knapp 160 000 Euro.

Gestern erfolgte die technische Abnahme samt zünftiger Übergabe. Der 260 Meter lange Abschnitt an den Garagen erhielt ein graues Betonsteinpflaster. Das wird von zwei leichten Aufpflasterungen in Rot unterbrochen, die Kraftfahrer an das Tempolimit von 30 km/h erinnern sollen. Die Straße ist eingangs vor den Garagen 5,50 Meter breit, verjüngt sich dann auf 3,50 Meter, wo gegenseitige Rücksicht gefragt ist. Niederschläge fängt ein Regenkanal unter der Erde auf und leitet sie in den Glammsee. Für die Straßenbeleuchtung sorgt LED-Technik. Am Ende gibt es fünf Pkw-Stellplätze, den kleinen Hang hinauf zu den Eigenheimen eine so genannte Böschungstreppe mit Rampensteinen, über die Kinderwagen und Fahrräder geschoben werden können. Für völlige Barrierefreiheit sei das Gefälle zu groß, erklärte Anika Schüßling vom Planungsbüro Pöyry.

Mit dem jetzigen Ergebnis könne er leben, sagt Anlieger Peter Krause. „Die Baufirma hat gut gearbeitet. Die Abstimmung, dass wir aufs Grundstück kommen, hat einwandfrei geklappt.“ Das sei das beste Lob, freut sich Ulf Neuenfeld, einer der Geschäftsführer der Firma N & T Tief- und Straßenbau Wittenförden.

Er sei „ein Kritiker“ des Straßenausbaus gewesen, so Peter Krause, vor allem wegen der Kosten. „Das war mal ein Weg für den Viehtrieb. Dafür müsste nicht so viel Geld ausgegeben werden.“ Ehefrau Regine ist „froh über die ordentliche Straße“. Es wäre jedoch gut gewesen, vorher in einer Einwohnerversammlung detailliert zu informieren. Dass die Überlegung, die Straße weiter bis Waldheim so auszubauen, aus Kostengründen verworfen wurde, finden Krauses jedenfalls gut.

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