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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

16. Dezember 2017 | 19:54 Uhr

Sternberg : Neue Wohnungen in der Altstadt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Immobilien GmbH Sternberg führt die Sanierung mit vier Häusern in der Luckower und Pastiner Straße sowie Hinter der Kirche weiter.

svz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 17:36 Uhr

Wer hinter der Kirche spazieren geht, sieht von der gleichnamigen Straße aus den Sternberger See. Aber nur für kurze Zeit. Das Haus Hinter der Kirche 3 wurde abgerissen, und die hier entstandene Lücke gibt derzeit den Blick zum Wasser frei. Doch schon bald soll sie wieder geschlossen sein. Es ist eines der vier Objekte, mit denen die Sternberger Immobilien GmbH & Co. KG (Immo) die Altstadtsanierung 2014 weiterführt und moderne Wohnungen schafft.

Vom alten Gemäuer, das nicht mehr zu retten war, ist dort kein Stein übrig. Die Firma Consrader Umwelttechnik hat in dieser Woche noch die so genannte Sandplanung erledigt, das heißt, die Fläche auf die richtige Höhe gebracht und den Kies verdichtet. Jetzt kann der Baubetrieb
anrücken, der die Betonplatte und den Hochbau macht, sagt Hubert Göldner, der schon an mehreren Stellen dabei war, wenn in Sternbergs Altstadt leer stehende, baufällige Häuser Platz für Neubauten machen mussten. Die Firma zieht nun auch gleich weiter zur Luckower Straße 30.


Verzögerung im Interesse des Denkmalschutzes


Im Nachbarhaus, der Nummer 28, arbeiten seit November die Zimmerer von der Firma Holzprofi Schumann aus Warnow. Sie haben den mürben Fußboden herausgenommen, unter dem es ziemlich wüst ausgesehen habe, sowie einen Teil der Deckenbalken neu verlegt. Die noch in Ordnung waren, sind geblieben. Jetzt werden im späteren Trockenraum unter dem Dach 20 Zentimeter dickes Dämmmaterial eingebracht und OSB-Platten als Fußboden verlegt. Dann geht es in dem Haus mit Trockenbau, Heizung und Elektrik weiter. Die Fassade war bereits als erster Sanierungsschritt vor geraumer Zeit erneuert, der Anbau zur Hofseite im Juni vorigen Jahres abgerissen und dann neu hochgezogen worden. „Hinten war das Haus um 24 Zentimeter abgesackt“, erzählt Zimmerermeister Maik Schumann, der sich vor knapp elf Jahren, genau am 14. Februar, dem Valentinstag, selbstständig gemacht hat.

In der Pastiner Straße 2, ein Fachwerkhaus, das unter Denkmalschutz steht, sind die Entkernung und der Rückbau der Hofgebäude abgeschlossen. Hier handelt es sich um eines der größten Vorhaben der Immo bei der Altstadtsanierung, sagt Bürgermeister Jochen Quandt. „Das ist eines der Stadtbild prägenden Objekte, schon wenn ich die Haustür sehe.“ Allein hier werden Gesamtkosten von etwa 1,1 Millionen Euro veranschlagt. Insgesamt investiert die Immo in diesem Jahr ca. zwei Millionen Euro, davon rund 400 000 Euro Fördermittel.

Die Vollsanierung des Hauses sollte schon weiter sein. Die Arbeiten hätten sich verzögert, weil „der Abstimmungsbedarf zwischen dem Denkmalschutz und der Immo enorm groß war“, so Quandt. Letztlich sei eine für beide Seiten annehmbare Lösung gefunden worden – mit Kompromissen, wie etwa beim Treppenhaus. Der Bürgermeister hofft, dass die Handwerker keine Überraschungen erleben, die den Ablauf weiter in die Länge ziehen, bei einem alten Haus aber nie ganz ausgeschlossen werden könnten. „Wenn die ausbleiben, steht die Zielstellung, die Wohnungen bis Jahresende zu übergeben.“ Diese gelte ebenso für die beiden Wohneinheiten in der Luckower Straße 30. Die zwei Wohnungen daneben in der Luckower Straße 28 sollen noch im ersten Halbjahr 2014 bezugsfertig sein, die drei Hinter der Kirche 3 im Herbst.

Das Interesse an den modernen Wohnungen in der Altstadt sei „ungebrochen“. Sie würden heutigen Ansprüchen in jeder Weise gerecht. „Das muss auch so sein, um sie vermieten zu können,“ so Quandt. Die insgesamt zwölf Wohnungen, die die Immo in diesem Jahr fertig stellen will, seien bereits alle vergeben, freut sich der Bürgermeister. „Die künftigen Mieter warten nur noch darauf, dass die Häuser fertig werden und sie einziehen können.“

Der Blick gehe jedoch schon über 2014 hinaus. Es gebe noch einige Häuser mit Sanierungsbedarf. So wolle die Immo im Verlaufe dieses Jahres mit der Vollsanierung in der Kütiner Straße 6 beginnen. Hier handle es sich um eine ähnliche Größenordnung wie bei der Pastiner Straße 2, so dass erst Ende 2015 mit der Fertigstellung zu rechnen sei. Kleinere Objekte seien ebenfalls in der weiteren Vorausplanung der Immo, die die Sanierung der Sternberger Altstadt seit 2005 sichtlich voran gebracht hat.

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