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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. August 2017 | 16:07 Uhr

Groß Raden : Neue Wasserleitung in Groß Raden

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Stadtwerke Sternberg ersetzen das Versorgungsnetz von 1971 durch langlebige Kunststoffrohre. Die Bauarbeiten erfolgen zuerst in der Kastanienallee.

Stück für Stück arbeiten sich die Tiefbauer in der Kastanienallee voran. Zwischen zwölf und 24 Meter schaffen sie am Tag, das hänge von den Gegebenheiten ab, sagt Vorarbeiter Frank Dührkoop von der Firma Bohlen & Doyen aus Bützow. Querungen etwa von Abwasserrohren oder stellenweise schon in die Erde verlegten Telefonkabeln würden Zeit kosten. Den Strom bringen noch Freileitungen in die Häuser, so dass dem Maschinisten das Malheur, mit dem Bagger ein Kabel durchzutrennen und die Stromversorgung im ganzen Dorf lahm zu legen, erspart bleibt.

Bei einer der rot blühenden Kastanien, die weiter in die Straße hinein steht, bleibt nur eine Durchörterung. Der Baum sei ein Flachwurzler, so dass das Rohr problemlos darunter durchgeschoben werden könne, meint Dührkoop. Ansonsten lasse sich frei weg mit dem Kleinbagger arbeiten. Im Vergleich zu anderen Baustellen sei es ein relativ „einfaches Arbeiten“.

Die Stadtwerke Sternberg erneuern im Ortsteil Groß Raden in der Kastanienallee, Dorfstraße und im Stichweg hinter der Kirche insgesamt
ca. 1000 Meter Trinkwasserleitung, denn in den letzten Jahren hat es Störungen gegeben, begründet Rolf Hilgenstock aus dem Planungsbüro, das in Groß Raden zu Hause ist. An den Verbindungsstellen, die mit der Zeit zu Schwachpunkten geworden seien, traten häufig Rohrbrüche auf. Das nun ausgediente Versorgungsnetz ist im Jahre 1971 verlegt worden. Es wird durch langlebige Kunststoffrohre (PE) ersetzt und damit auf den neuesten Stand gebracht. Mit den PE-Rohren laufe seit rund 50 Jahren ein Test, erklärt der Vorarbeiter. Ein am Ende verschlossener Strang stehe ununterbrochen unter Druck. Bislang sei bei diesem Langzeittest keinerlei Veränderung festgestellt worden.

Die Leitung werde 1,35 Meter tief verlegt. Damit könne ihr selbst Dauerfrost nichts anhaben. Der Gesamtauftrag für die neue Wasserleitung inklusive Schieber und Hydranten umfasst 230 000 Euro. Wer von den Anliegern morgens zur Arbeit fährt und erst gegen Abend zurück kommt, merkt kaum etwas von den Tiefbauarbeiten. Den Abschnitt der Straße, den die Bauleute aufmachen, verschließen sie noch am gleichen Tag. „Wir sind bemüht, die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten“, versichert der Vorarbeiter. Das sei auch eine Forderung der Stadt gewesen, sagt Bürgermeister Armin Taubenheim.

Zusätzlicher Aufwand entsteht durch den Austausch fast des gesamten Bodens. Der sei „sehr lehm- und steinhaltig“, erklärt Dührkoop. Der Aushub, der nicht wieder nutzbar sei, werde gleich weggefahren. Das Straßenpflaster bekomme hier einen neuen Unterbau aus Füllsand, Frostschutz und Schottertragschicht. „Wir arbeiten zu fünft.“ Ein Subunternehmen erledige die Pflasterarbeiten. Gleich mit verlegt werden Leerrohre für Stromkabel des regionalen Energieversorgers Wemag. Dadurch könnten in absehbarer Zeit die Freileitungen aus dem Dorfbild verschwinden, ohne gleich wieder die Straße aufzureißen und Gräben zu ziehen. Die Arbeiten für die neue Trinkwasserleitung sollen bis zum Beginn der Sommerferien in der zweiten Julihälfte abgeschlossen sein.

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erstellt am 26.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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