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Ausbau für Fahrradfahrer stockt : Neue Radwege-Strecken Fehlanzeige

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Wenn der Weg von Kluß nach Lübow 2014 fertig sein soll, dann ist Dorf Mecklenburg von den Pedalrittern allseits erfahrbar. Doch der Weiterbau bis Jesendorf ist auf den St. Nimmerleinstag verschoben.

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erstellt am 08.Aug.2013 | 10:03 Uhr

Sternberg | Alle (Rad-)Wege führen nach Dorf Mecklenburg, der Wiege des Landes. Wenn auch der Weg von Kluß bei Wismar nach Lübow 2014 fertig sein soll - der Abschnitt von Hof Triwalk nach Lübow wird noch dieses Jahr in Angriff genommen - dann ist Dorf Mecklenburg von den Pedalrittern allseits erfahrbar. Von Lübow aus gibt es zudem einen Radweg nach Wietow. Doch der Weiterbau bis Jesendorf, der den Bürgern vor Jahren von der Politik (Motto: "Wir planen") versprochen wurde, ist auf den St. Nimmerleinstag verschoben. Laut Eckhard Rohde, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, habe dies "unterste Priorität. Wenn einer Geld übrig hat und nicht weiß, wohin damit, dann wird der Radweg gebaut."

In Jesendorf wurde den Bürgern im Zuge des Baus der A14-Anschlussstelle laut Horst Strübing versprochen, "einen Radweg von Ventschow bis hoch zur B 192 zu bauen. Das ist alles Lüge", formuliert es der Ex-Bürgermeister drastisch. "Wir planen" und "Es wird gebaut" sind häufig zwei paar Schuhe… Die B 192 über Warin und Brüel bis nach Sternberg weiter gefahren, sucht man Radwege entlang der Bundesstraße - bis auf einen kleinen Abschnitt vom Ortsausgang Brüel bis zum Abzweig Sülten - vergebens. Es sei denn, man ist Insider und radelt von Warin aus durch den Wald über Weiße Krug, Klein Görnow, Groß Görnow bis zum gut ausgebauten Radweg zwischen Groß Raden und Sternberger Burg sowie dann weiter nach Sternberg. Tolle Radwege gibt es auch von Sternberg in Richtung Witzin bzw. über Dabel bis nach Borkow. Andererseits bleibt noch viel zu tun in einer Region, die auf sanften Tourismus setzt.

Und in diesem Jahr kommt in der hiesigen Region kein weiterer Radweg-Kilometer an Bundes- bzw. Landesstraßen hinzu. Und auch fürs kommende Jahr kommt die Region Sternberger Seenland unter den "vorrangigen" Strecken in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg nicht vor, wie eine entsprechende Nachfrage im Schweriner Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung ergab. "Vor sechs Jahren bekamen wir für Bundesstraßen noch fast neun Millionen Euro vom Bund, jetzt sind es 2,5 bis drei Millionen jährlich", so Pressesprecher Steffen Wehner. Was die Gelder für Landesstraßen betrifft, so hält sich das Ministerium bedeckt und verweist auf den noch zu verabschiedenden Doppelhaushalt 2014/15.

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