Sternberg : Neue Kindergärten in Sternberg?

Die kommunale Kindertagesstätte in Sternberg: Neubau, Sanierung oder Anbau - die Stadt prüft alle Varianten.
1 von 2
Die kommunale Kindertagesstätte in Sternberg: Neubau, Sanierung oder Anbau - die Stadt prüft alle Varianten.

Die Kommune und auch der DRK-Kreisverband prüfen derzeit Investitionen in ihre Einrichtungen

23-11368066_23-66107911_1416392282.JPG von
28. Februar 2018, 05:00 Uhr

Erhält die Stadt Sternberg in den nächsten Jahren gleich zwei neue Kindertagesstätten? Die beiden Kita-Träger – die Kommune und auch das DRK – prüfen derzeit Möglichkeiten von Investitionen in ihre Einrichtungen. Hintergrund ist, dass fast drei Jahrzehnte nach der politischen Wende der Bestandsschutz für die mittlerweile in die Jahre gekommenen Gebäude abläuft. Das erfuhr SVZ von Sternbergs Bürgermeister Armin Taubenheim.

Für die städtische Kindertagesstätte am Finkenkamp lässt Sternberg jetzt die Kosten von drei Varianten prüfen. Die erste lautet Sanierung des bestehenden Gebäudes, die zweite Sanierung mit Erweiterung, die dritte Neubau, sagt Taubenheim. In den vergangenen Jahren gab es einen erhöhten Bedarf zur Unterhaltung des Gebäudes, so für Anpassungen an den Brand- und Arbeitsschutz. „Weil sich Gesetze verändert haben“, so Taubenheim. Im vergangenen Jahr hat Sternberg allein 4500 Euro in Verriegelungen für die Fenster investiert.

Der bisher greifende Bestandsschutz sei nicht mehr rechtswirksam, so der Bürgermeister. So sind die Treppenaufgänge in dem Gebäude von 1971 aus heutiger Sicht zu schmal. Die Einrichtung verfügt nur über einen Aufzug für Essen, aber keinen Fahrstuhl für Personen. Die Stadt muss investieren in die Einrichtung, die derzeit mit 50 Mädchen und Jungen im Krippen- und 80 im Kindergartenalter voll ausgebucht ist. Ob es mit dem Bau auch mehr Plätze gibt? Taubenheim sagt: „Wenn der Bedarf da ist!“ Die Stadt sei verpflichtet, ausreichend Kita-Plätze zur Verfügung zu stellen.

Vor dem Hintergrund sich ändernder Rechtsvorschriften erwägt auch der DRK-Kreisverband Parchim, der die Kindertagesstätte Am Berge betreibt, einen Neubau. Das ehemalige Forsthaus hat seinen Reiz, verlangt von den Betreibern allerdings Kompromisse. Der DRK-Kreisverband verfolgt derzeit eine Planung, die einen Neubau vorsieht, aber nicht an gleichem Standort, wie Steffen Kanert, der Geschäftsführer des Kreisverbandes, sagt. Nachgedacht wird über eine Förderung über das Programm der europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raums (Leader). Den Antrag dazu kann nur die Kommune stellen. Das DRK handelt in Abstimmung mit der Stadt und dem Landkreis, so Kanert.

Ob der Neubau wirklich kommt, dafür stehen die Chancen derzeit 50 zu 50, sagt Kanert. Der DRK-Chef verweist auf eine wichtige Seite: Die Finanzierung müsse stimmen. Ein Neubau müsse für die Eltern und die Kommune bezahlbar sein. Denn letztlich spiegeln sich Investitionsaufwendungen auch in den Kosten für einen Kita-Platz und damit in Elternbeiträgen wider.

Derzeit läuft die Vorplanung für einen möglichen Neubau. „Wir sind optimistisch“, so Steffen Kanert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen