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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 02:22 Uhr

Sternberg : Neue Hoffnung bei Suche nach Grab

vom

Ilona Fittke war noch ein Kind, als ihr die Oma vom Krieg und dem im Kessel von Stalingrad vermissten Sohn Alfred erzählt hatte. „Meine Oma ist vor 20 Jahren verstorben, sie hoffte immer ihn wiederzusehen.

svz.de von
erstellt am 07.Nov.2013 | 12:11 Uhr

Ilona Fittke war noch ein Kind, als ihr die Oma vom Krieg und dem im Kessel von Stalingrad vermissten Sohn Alfred erzählt hatte. „Meine Oma ist vor 20 Jahren verstorben. Ich weiß aber, dass sie immer gehofft hat, ihn wiederzusehen“, sagt die Sternbergerin. „Wir haben auch noch einen letzten Brief von Onkel Alfred, den meine Oma aufbewahrt hat. Den hat er schon mit zittrigen Händen im Dunkeln geschrieben“, sagt Ilona Fittke. Ihr Onkel war erst 19 Jahre alt. Die Sternbergerin hofft nun, mit Hilfe der Grabnachforschung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) doch noch zu erfahren, wo er begraben liegt. Da sie gestern aber eher zufällig auf den Infostand des Volksbundes auf dem Sternberger
Wochenmarkt aufmerksam geworden war, konnte Ilona Fittke keine weiteren Angaben zu ihrem vermissten Onkel machen. Joachim Mühlböck vom VDK Kreisverband Parchim gab ihr gern seine Telefonnummer für weitere Angaben sowie ein Formular zur Grabnachforschung. „Ich finde es ganz toll, dass ich auf den VDK aufmerksam geworden bin. Vielleicht bekommen wir jetzt Gewissheit. Ich weiß, wie sehr meine Oma gelitten hat“, schöpft Ilona Fittke Hoffnung.

Drei andere, die gestern die Gräbersuche online genutzt haben, waren gezielt gekommen. „Sie wussten aus der Zeitung, dass wir heute hier sind und hatten Unterlagen mitgebracht. Die Nachforschung nach ihren Angehörigen war bei allen erfolgreich“, sagt Mühlböck.

Ältere Menschen, die noch Kontakt zu den Vermissten gehabt hätten, wären dann oftmals den Tränen nahe und seien überrascht, dass über den VDK eine Gräbersuche möglich sei. Aber auch die
Enkel-Generation interessiere sich wieder mehr, freut sich Mühlböck. „Auch für die Arbeit des Volksbundes“.

Gemeinsam mit Stabsfeldwebel Michael Hensel und der neu gewählten Geschäftsführerin des VDK-Kreisverbandes Parchim Christiane Klemm bat Mühlböck gestern auch um Spenden für die
Arbeit des Volksbundes. „Ein ganz großes Dankeschön an die Marktbesucher, dass sie so toll gespendet haben“, so Mühlböck.

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