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Privater Investor wagt Neuanfang : Neue Chance für Brüeler Stadthalle

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Mario Bondzio ist neuer Besitzer der Stadthalle in Brüel. Als Eigentümer möchte er sich noch nicht bezeichnen. So ein Verkauf geht nicht so schnell über die Bühne. Vor zwei Jahren hatten die Verhandlungen begonnen.

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erstellt am 16.Jan.2012 | 10:00 Uhr

Brüel | Mario Bondzio ist neuer Besitzer der Stadthalle in Brüel. Als Eigentümer möchte sich der 42-Jährige noch nicht bezeichnen. So ein Verkauf gehe nicht so schnell über die Bühne, sagt er.

Vor zwei Jahren hatten die Verhandlungen zum Kauf der Stadthalle zwischen ihm und der Stadt begonnen. Allerdings sei damals noch eine bessere Zeit für Kultur gewesen, meint er. Mario Bondzio weiß, wovon er spricht. Mit seinem Unternehmen MB-Music sorgt er auf Veranstaltungen, u. a. in Dassow, Spornitz, Parchim, Grevesmühlen und vielen anderen Orten, für die entsprechende Ton-, Licht- und Bühnentechnik. Im Februar mischt er beruflich beim Karneval in Neu Kaliß mit.

"Ich habe auch für den kultur-stern des Öfteren Technik bereitgestellt für Veranstaltungen in Brüel und Warin und bin dadurch auf die Stadthalle aufmerksam geworden. Auch darauf, dass die Stadt jemanden dafür gesucht hat", sagt der 42-Jährige, der in Kobande zu Hause ist und damit nur wenige Kilometer von Brüel entfernt wohnt.

In den nächsten beiden Jahren wird er in dem Haus erst einmal umfangreich renovieren müssen. "Man kann aber nicht erwarten, dass alles in kurzer Zeit fertig ist. Ich wünsche mir von den Leuten ein bisschen Geduld, der Umbau wird in kleinen Schritten erfolgen", erklärt Mario Bonzio. So will er im Saal das Parkett abschleifen lassen und auch der Maler hat reichlich zu tun. "Die Heizung muss komplett erneuert werden, was allerdings erst zur nächsten Heizperiode passieren soll", zählt er weiter auf. Trotzdem bleibt das Haus geöffnet und soll auch genutzt werden. Die gute Zusammenarbeit mit dem in Warin ansässigen kultur-stern e. V. und dessen Vorsitzendem Elmar Pingel werde weitergeführt. "Der Weihnachtstanz im vergangenen Dezember in der Stadthalle lief gut. Wir haben uns gefreut, dass ein solcher Zuspruch da war", sagt Bondzio. Im Haus soll es künftig aber auch eigene Veranstaltungen geben. Und: "Es soll für jeden etwas dabei sein, für die Jugend und für die Älteren", kündigt der 42-Jährige an. Zu seinen Plänen gehört auch, dass die Stadthalle weiterhin für Veranstaltungen gemietet werden kann, einschließlich privater Feiern wie Hochzeiten beispielsweise. Und gut könne er sich vorstellen, dass Leute das Foyer unabhängig vom Saal für eine kleinere Veranstaltung nutzen.

Die Brüeler Stadthalle - in den 1920er-Jahren als Schützenhaus gebaut - wurde zwischen 1960 und 2000 als Kulturhaus genutzt. Aufgrund der angespannten Haushaltslage konnte die Stadt Brüel die Immobilie nicht mehr selbst bewirtschaften. Sie suchte neue Betreiber, schrieb die Immobile zum Verkauf aus und vermietete sie zeitweise. Weitere Investitionen blieben aus, nicht aber die jährliche, nicht unerhebliche Belastung für die Stadt durch die Betriebskosten. Zum Schluss stand die Halle leer, wenn auch vereinzelt noch Veranstaltungen durch den Verein kultur-stern durchgeführt wurden. Nun wagt ein privater Investor einen Neuanfang.

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