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Investor plant in Ruchow : Neubau einer Sauenanlage bislang nur als Vorhaben

vom
Aus der Onlineredaktion

Schweinezüchter sucht schon seit geraumer Zeit nach Möglichkeiten, seinen Betrieb zu erweitern

svz.de von
erstellt am 08.Mär.2017 | 20:55 Uhr

„Ich will die alte Sauenanlage abreißen und einen Neubau errichten lassen, in dem das Tierwohl gewährleistet ist.“ Diese Pläne bestätigte Investor Johannes Wübbel für den Mustiner Ortsteil Ruchow.

Der Schweinezüchter ist in Parkentin zu Hause, einem Ortsteil von Bartenshagen (zwischen Bad Doberan und Rostock). Dort betreibt er eine Anlage für 1500 Sauen. 4500 Ferkel und 2000 Mastschweine (Stand 2014). „Die Anlage in Ruchow soll deutlich bescheidener ausfallen.“

Mit diesem Konzept konnte Wübbel bei der Gemeinde punkten, als er sich bei der öffentlichen Vorstellung seiner Pläne deutlich von einem dänischen Investor abgrenzte, der eine weitaus größere Anlage errichten wollte. Laut dem Mustiner Bürgermeister Berthold Löbel steht die Gemeinde dem Vorhaben Wübbels positiv gegenüber.

Der Schweinezüchter sucht schon seit geraumer Zeit nach Möglichkeiten, seinen Betrieb zu erweitern. So hatte er bereits 2004 in Staven bei Friedland eine alte Sauenanlage aus DDR-Zeiten gekauft. Doch bislang hat sich dort immer noch nichts getan, das Vorhaben liegt auf Eis. „Wir sind uns wegen Staven mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt als Genehmigungsbehörde bislang nicht einig geworden“, erklärte Wübbel den Stillstand.

Das Projekt Ruchow ist beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) sogar gänzlich unbekannt. „Irgendwelche Anträge liegen uns nicht vor“, versicherte Dezernatsleiterin Astrid Ziegler auf Nachfrage.

Laut Johannes Wübbel gehe es in Ruchow darum, im Rahmen eines ordentlichen Verfahrens möglichst bald das Baurecht herzustellen. Doch das beauftragte Ingenieurbüro komme mit seinen Arbeiten für einen Bebauungsplan offenbar nicht so recht voran. Deshalb war dieser Tagesordnungspunkt auch bei der jüngsten Sitzung der Mustiner Gemeindevertretung fallen gelassen worden (SVZ berichtete).

Für die Verzögerung wollte das Ingenieurbüro auf unsere Anfrage hin keine Begründung nennen und auch keine weiteren Auskünfte erteilen. „Bevor wir an die Öffentlichkeit gehen, wenden wir uns zuerst an den Bürgermeister und die Gemeindevertretung“, erklärte der Büroleiter die Vorgehensweise.  

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