Brüel : Neu: Fotowanderung an Warnow

Tourismusanbieter informierten im Brüeler Ausschuss für Umwelt und Tourismus über ihre Arbeit

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12. März 2016, 05:00 Uhr

Martin Bouvier, Leiter der Tourist-Information in Sternberg, informierte im Ausschuss für Umwelt und Tourismus der Brüeler Stadtvertretung in dieser Woche über Vorhaben im Brüeler Bereich. So soll es auf dem Wanderweg von Kaarz über Alt Necheln, an der Warnow entlang und wieder nach Kaarz zurück in diesem Jahr Führungen mit Naturparkrangerin Margot Rossow geben. Ab April, so Bouvier, werde neu die in
Zaschendorf lebende Fotografin Angelika Lindenbeck Fotowanderungen von „Schloss Kaarz - Warnow - Zwei-Männer-Brücke“ und zurück mit Technikunterweisung anbieten.

Bouvier schlug den Ausschussmitgliedern vor, die Wanderung „Auf den Spuren der Eiszeit“ im Brüeler Bereich als Flyer aufzulegen. Sie favorisiere die Vier-Seen-Tour, die auch für Radfahrer geeignet wäre, meinte Ausschussmitglied Rita Klammer. Letztlich verständigte sich der Ausschuss darüber, diesen Wanderweg, der den Roten See, Hohlsee, Deichelsee und Hilkensee einschließt, als Flyer herauszubringen.

Material dafür liege vor, erklärte Bürgermeister Jürgen Goldberg. Fotos und ein Kartenausschnitt ebenso, informierte Martin Bouvier. Der Flyer könnte in einer Auflage von zweieinhalb tausend Stück Ende Mai vorliegen, sah er als realistisch an.

Bei Jörg-Peter Krüger am Roten See beginnt die Saison „wie gewohnt zu Ostern“, informierte er auf der Sitzung. Er hoffe, dass bis dahin wieder ein bisschen Wasser in den See komme, sonst werde es im Nichtschwimmerbereich problematisch. Seine Saison sei die vor und nach den Ferien. „Wenn die Urlauber hier sind, konzentrieren wir uns auf den Badebetrieb.“

Im Veranstaltungskalender stehen u. a. Frühschoppen und Tanztee am 1. Mai, Schulkonzert am Muttertag, Pfingst-Open-air mit den Music Rabauken, aber auch Sommerbiathlon mit Strandparty im Juli oder Weihnachtsschwimmen im Dezember. Das mache richtig Spaß, so Jörg-Peter Krüger: „Ich bin auch ein bisschen sportlich“. Und zum Adventskranzbinden oder „See in Flammen“ kämen die Leute sogar „von überall her“.

Hilfe brauche er, so Krüger, bei der Absicherung des Badebetriebes. Während der Ferien sind Rettungsschwimmer am See, aber nicht während der Feiertage und an den anderen Wochenenden. Doch beispielsweise zu Pfingsten würden schon Leute baden wollen. Bisher habe er den Rettungsschwimmer für diese Zeit selbst bezahlt. Ein großes Problem wären zudem die fehlenden Radwege. „Was unternehmen wir, damit wir eine Verbindung zur Ostsee bekommen? Die Touristen fahren heute 80, 90 Kilometer weit“, wusste er.

Die Planung für den die Bundesstraße begleitenden Radweg von Brüel bis Neukloster liege seit fünf Jahren vor, der Bau werde aber immer wieder zurückgestellt, so der Bürgermeister. Jedes halbe Jahr frage die Stadt in dieser Sache nach.

Krüger informierte im Ausschuss über „die große Belastung für Camper und Blockhüttengäste“ durch das regelmäßige Übungsschießen mit Pistolen auf dem Schießplatz. Das sei selbst auf dem Mühlenberg nicht zu überhören, pflichtete Ausschussmitglied Hans-Heinrich Erke bei.

Er erlebe leider wenig Interesse der benachbarten Touristiker an seinen Gästen, machte Jörg Klingohr vom Golchener Hof deutlich. „Ich will das Hoftor weit aufmachen für alle, die familientaugliche Angebote haben“, denn 90 Prozent seiner Hotelgäste im Sommer sind Familien. „60 Prozent der Urlauber, die acht, neun Tage hier sind, bespaßen wir auf dem Hof“, erklärte er. Einige würden nach Sternberg gehen, einige zum Roten See, nach Brüel werde es problematisch. Es gebe für den touristischen Bereich Fördermöglichkeiten, aber „es fehlt ein gestochenes Tourismuskonzept“, brachte er es auf den Punkt. Klingohr forderte dazu auf, nicht immer darauf zu schauen, was nicht geht, sondern „wir müssen darauf schauen, was wir aus eigener Kraft machen“.  

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