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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

13. Dezember 2017 | 06:22 Uhr

Warin : Naturschutz als Berufswunsch

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Jolanda Blumrich absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Naturpark Sternberger Seenland und möchte in der Richtung weitermachen.

von
erstellt am 13.Okt.2015 | 21:06 Uhr

Für die Natur habe sie sich schon lange interessiert, sagt Jolanda Blumrich. Sie sei viel mit den Eltern und der kleinen Schwester draußen, „irgendwohin zum Spazierengehen“. Weil die Landschaft in der Umgebung so „schön und abwechslungsreich“ sei, fügt die 18-Jährige aus Neukloster hinzu.

Jetzt möchte sie das vertiefen, ihr Wissen über die Natur ausbauen, deshalb absolviert Jolanda seit Anfang September ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Naturpark Sternberger Seenland. Ihre Vorgängerin Friederike Baudisch aus Warin habe davon erzählt und sei begeistert gewesen. Beide kennen sich vom Gymnasium Am Sonnenkamp in Neukloster, das den Titel Europaschule trägt. Jolanda hat dort in diesem Jahr ihr Abitur abgelegt, übrigens mit einer glatten Zwei. Sie war 2015 die erste Bewerberin, weiß Jan Lippke, stellvertretender Leiter des Naturparks. „Wir haben uns unterhalten und dabei festgestellt, das könnte passen“, so Lippke. Dann sei ein Signal an den Träger der Einsatzstelle gegangen, das Regionalbüro vom Jugendwerk Aufbau Ost in Waren/Müritz. Das erfasse die Wünsche für die Einsatzstellen. „Als wir uns einig waren, ging noch die Bewerbung einer ehemaligen Praktikantin ein. Sie kam woanders unter“, sagt Lippke.

Ein Seminar in Waren mit Vorträgen, Arbeitseinsätzen und gegenseitigem Kennenlernen gab den Auftakt für das FÖJ. Im Naturpark ist Jolanda vom ersten Tag an mit unterwegs. Die Palette für die Ranger ist vielfältig: Fledermauskästen aufhängen, Pegelstand von Warnow, Mildenitz und Bresenitz messen, die Ein- und Aussetzstelle für Kanus in Karnin, wo nicht mehr auf der Warnow gepaddelt werden darf, zurückbauen, am Wariner Glammseeturm in Abstimmung mit der Stadt eine Sichtachse freischneiden oder einen Einsatz im Schulgarten vorbereiten. Dabei handelt es sich nur um eine Auswahl aus diesen Wochen.

Die 18-Jährige hat ihre Freude daran, wie sie sagt. Am spannendsten finde sie Tiere, doch was anfalle, erledige sie gern. „Jolanda hat sich gut eingelebt. Man sieht ihr an, dass ihr die Arbeit Spaß macht. Die Augen strahlen, wenn sie morgens kommt“, freut sich der stellvertretende Naturparkchef. Die Einsatzstelle müsse neuerdings 100 Euro pro Monat dazu zahlen und das rechtzeitig im Jahresbudget einplanen. „Damit müssen wir eben klar kommen. Wir wollen das FÖJ, es bereichert unsere Arbeit, und wir geben den jungen Leuten was mit fürs Leben, sie können Kontakte aufbauen und festigen“, erklärt Jan Lippke. So hätten zwei ehemalige FÖJlerinnen über diesen Weg Arbeit in Planungsbüros gefunden.

Jolanda möchte nach dem Jahr „beruflich irgendwas mit Naturschutz“ machen, dazu Studium oder Ausbildung beginnen. Denn sie sei schon jetzt mit ganzem Herzen dabei.

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