Tausende Wildgänse : Naturschauspiel am Winterhimmel

Tausende Wildgänse haben sich im Hintergrund zu einer Wolke formiert.
Tausende Wildgänse haben sich im Hintergrund zu einer Wolke formiert.

Tausende Wildgänse auf dem ehemaligen Hofacker zwischen Witzin und Lübzin

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19. Januar 2016, 12:00 Uhr

Ein Naturschauspiel ereignet sich selbst bei diesen Wintertagen am Witziner Himmel. Es müssen tausende von Wildgänsen sein, die sich wieder einen Sammel- oder Futterplatz auf dem ehemaligen Hofacker zwischen Witzin und Lübzin ausgesucht haben.

Es ist schon imposant mitzuerleben, wie sich täglich mehrmals am Tage viele tausend Wildgänse zu einer Wolke formieren und zu einem Übungsflug abheben, oder um eine Runde über die nördliche Witziner Feldmark zu drehen. Danach landen sie wieder punktgenau auf ihrem momentan ausgewählten Platz, einer Anhöhe am Rosenower Weg.

Dieses Schauspiel vollzieht sich nun bereits zum zweiten Male. Bereits 2015 siedelten an diese Stelle vorübergehend mehrere Großvogelschwärme an. Eine Ursache mag wohl die ergiebige Futterreserve für die eigentlich als Winterflüchtlinge angesehenen Großvögel zu sein. Abwechselnd kampieren sie nämlich auf einem Grasfeld, sicher, um sich hier etwas auszuruhen oder gar vor Füchsen ungestört die Nacht zu verbringen.


Maisschlag als gute Futterreserve


Entscheidend ist wohl, das erst im Spätherbst abgeerntete Maisfeld nebenan. Dieses zieht sich über viele Hektar, bis an die Ortsgrenze Lübzin hin. Hier finden die Schwärme der Wildgänse offensichtlich noch viel Futterreserven und sind weitgehend ungestört. Ob für ihren eventuellen Abflug in den Süden, oder um hier zu überwintern, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall hat in diesem Zusammenhang der großangelegte Maisschlag auch seine positiven Seiten für die Natur. Nur die Wildgänse selber müssen entscheiden, entweder noch rechtzeitig in den jetzt warmen Süden zu fliegen, oder hier bei uns, trotz erheblicher Kälte, weiterhin ausreichend Nahrung zu finden.

Die bislang am gleichen Platz gesichteten Kranichschwärme haben rechtzeitig vor dem Kälteeinbruch das Weite gesucht.

Das mitzuerleben, ist Natur pur! Der naturverbundene Mensch bleibt am Wegrand stehen und fragt sich beim Anblick der riesigen Schwärme unwillkürlich, wie sich die Kommunikation der Tiere vollziehen mag und wer wohl das Kommando für jeden Aufbruch oder Weiterflug geben mag.

Es ist und bleibt eben ein kleines Naturgeheimnis.

 

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