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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

13. Dezember 2017 | 16:09 Uhr

Krassow : Nach Kiesabbau wird’s Baggersee

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Firma Otto Dörner mit ersten Vorbereitungen zum Bau einer neuen Straße / Alte K 31 zwischen Zurow und Krassow muss weichen.

von
erstellt am 03.Sep.2014 | 07:14 Uhr

„Komm, wir fahren an den Baggersee!“ Zugegeben, das ist beim Areal zwischen Zurow und Krassow (Amt Neukloster-Warin ) noch Zukunftsmusik. Fernere Zukunft gar, jenseits von 2050. In den entsprechenden Plänen ist der Baggersee allerdings festgeschrieben.

Doch bevor sich hier irgendwann womöglich die Badenixen-Enkelinnen aalen werden, harren noch zig Millionen Tonnen Kies ihrer Förderung. „Wir sind schon 20 Jahre hier am Buddeln“, sagt der 44-jährige Hamburger Oliver Dörner, der in dritter Generation der vom Großvater Otto Dörner gegründeten Firma vorsteht. Im so genannten Südfeld gebe es in Krassow noch „für zehn Jahre Trockenschnitt überm Grundwasser, im Nordfeld hingegen sind wir nur noch im Nassschnitt unterwegs“, so Oliver Dörner. Und zwischendurch verläuft die einstige B 192, die seit dem A20-Bau für den Abschnitt Wismar-Kritzow bis zur Autobahnabfahrt Zurow zur Kreisstraße 13 (K13) wurde. „Der Kies darunter gehört seit den 90er auch uns.“ Nur dran kam Dörner bisher nicht. Seit 2013 existiert jedoch ein gültiges Planfeststellungsverfahren, wonach die K13 samt Alleebäumen auf ca. zwei Kilometern zwischen Krassow und Zurow weicht. „Darunter liegen neun Millionen Tonnen Kies, das reicht für 30 Jahre“, verkündet der Elbestädter.

Zuvor allerdings muss Dörner eine Ersatzstraße bauen. Bei Krassow sind erste vorbereitende Maßnahmen zu sehen. „Das Ganze sind erst fünf Prozent“, betont Oliver Dörner, „ob wir 2015 oder ’16 die Straße bauen lassen, ist noch offen.“ Der neue K13-Abschnitt mit einer Breite von 6,50 Metern und 2880 Metern Gesamtlänge wird großteils parallel zur
A20, Fahrtrichtung Rostock, verlaufen. Am Ortseingang Zurow fädelt sich der K13-Neubau dann in die alte Trasse ein. Dörner: „Wir übergeben dem Landkreis eine nigelnagelneue Straße.“

Mitte der 90er hatte die Otto Dörner Kies und Umwelt Mecklenburg GmbH & Co. KG das Kieswerk Krassow von der Firma IHB übernommen. Dörner gehören in der Region neben dem Recylclinghof in Groß Schwaß bei Rostock gleich acht Kiesgruben – neben Krassow u.a. zwischen Weitendorf und Sternberg sowie in Jesendorf.

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