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Sonnenscheintour : „Nach 20 Jahren guter Zeitpunkt aufzuhören“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Viertägige Benefizradtour fürs Projekt „Mike Möwenherz“ wird die letzte sein / Organisator Helmut Rohde gegenüber SVZ zu den Gründen

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erstellt am 14.Mai.2016 | 12:30 Uhr

509 Kilometer zugunsten krebs- und chronisch kranker Kinder in die Pedalen treten – das hat sich die Hanse-Tour Sonnenschein von Organisator Helmut Rohde in diesem Jahr auf ihre Fahnen geschrieben. Vom 10. bis 13. August führt die Benefizradtour von Rostock über Stavenhagen, Wittstock/Dosse und Schwerin zum Zielort Warnemünde. Am Schlusstag wird es dabei auch Zwischenstopps in Bad Kleinen und Wismar geben.

Am Donnerstagabend rührte der Kühlungsborner Helmut Rohde in der Mensa der Regionalen Schule mit Grundschulteil in Bad Kleinen die Werbetrommel für die Spendentour. „Wir hoffen wieder auf eine stolze Summe für das Projekt Mike Möwenherz“, so Rohde. So kamen zum Beispiel 2014, als die Tour u.a. in Warin und Sternberg Zwischenstopps einlegte, statt der angepeilten 50 000 Euro mehr als das Doppelte zusammen.

„Die Hansetour Sonnenschein hat das Kinderhilfs-Projekt erst ermöglicht“, freut sich Prof. Carl Friedrich Classen, ärztlicher Leiter von „Mike Möwenherz“. Seit 2014 widme sich das Rostocker Palliativteam der Versorgung von schwerst oder unheilbar kranken Kindern und Jugendlichen.

Insgesamt bereits zwei Jahrzehnte legt sich Helmut Rohde als unermüdlicher Spendensammler und -motivator ins Zeug. Und das mit einem Riesenerfolg. „Seit 16 Jahren gibt es den Förderverein; seitdem haben wir zwei Millionen Euro an Spenden eingenommen“, so Rohde.

Doch auch er ist inzwischen an die Grenzen der Belastbarkeit gekommen. „Die 20. Tour ist die letzte. Ich mache nicht weiter“, betonte der Kühlungsborner gegenüber SVZ in Bad Kleinen. „Und nach 20 Jahren ist es ein guter Zeitpunkt aufzuhören“, fügt er hinzu. Der Aufwand sei über die Jahre riesig geworden. „Ich bin 85 bis 100 Tage im Jahr nur für die Hansetour unterwegs, fahre 30 000 Kilometer für die Tour.“ Rohde, der eine größere Steuerberatungsgesellschaft hat, hat für die Hansetour seit Jahren „eine Mitarbeiterin ganzjährig nur für die Benefiztour abgestellt. Bezahlt wird sie von der Firma. Alle eingenommenem Spenden kommen zu 100 Prozent dem Projekt zugute“, so der begeisterte Radfahrer.

Zudem mache es „müde, Leute immer wieder wegen einer Spende anzusprechen. Auch fällt es zunehmend schwer, eine sinnvolle Etappe zusammenzustellen, wenn die Bürgermeister etwa von zwei Zwischenorten sagen, sie machten nicht mit.“

Um so mehr legt er sich ins Zeug fürs Gelingen der abschließenden Jubiläums-Benefiztour. Im Vorjahr waren es 275 Starter, diesmal werde die 300er-Grenze überboten. Bei den Spenden sei jede willkommen. Rohde: „50, 100 Euro sind schon eine Riesensumme.“ Die Zahrensdorferin Dörte Brinckmann, seit 2008 Geschäftsstellenleiterin der Sparkasse Bad Kleinen, überreichte am Donnerstag 150 Euro: „Wir machen da gerne mit“.  

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