Plau am See : Nabucco – die Rollen sind besetzt

Vollblutsopranistin Liana Sass in der Rolle der „Abigaille“
Vollblutsopranistin Liana Sass in der Rolle der „Abigaille“

Festspieloper Prag präsentiert: Nabucco von Giuseppe Verdi Giuseppe Verdis weltberühmter Gefangenenchor unter freiem Himmel!

von
19. Juni 2016, 09:00 Uhr

Die renommierte Festspieloper Prag präsentiert am 25. August auf dem Festplatz am Klüschenberg in Plau am See ab 20 Uhr eine der weltweit meistgespielten Verdi-Opern: „Nabucco“ – unter freiem Himmel, auf romantischer Naturbühne und in einer brillanten, bewegenden Inszenierung. Dies ist eine Erfahrung, die einen noch lange und nachhaltig begeistern und bereichern wird. Jetzt steht auch die Besetzung für dieses musikalische und theatralische Großereignis fest, das hochkarätige Musiker und Sänger in diesem monumentalen Open-Air-Ereignis vereint.

Die musikalische Leitung übernimmt Martin Doubravský. Der junge erfolgreiche Dirigent stammt aus einer überaus bekannten Musikerfamilie. Seine Ausbildung erhielt er in Prag und in Brünn. Heute ist er Chefdirigent und musikalischer Leiter der Oper Liberec. Die Regie liegt in den Händen des bekannten tschechischen Baritons und Regisseurs Oldrich Kríž. Er übernimmt zugleich die Rolle des Hohen Priesters.

In der mächtigen Paraderolle der Oper, in der Titelfigur Nabucco, dem König von Babylonien, können die Operngäste die schmelzende Baritonstimme und das souveräne Spieltalent von Nikolaj Nekrasov genießen. Sein Musikstudium schloss der hochbegabte Bariton an der Hochschule für Musik in Ufa (Baschkirische Republik, Teilrepublik der ehemaligen Sowjetunion) ab.

Eine der anspruchsvollsten Sopranpartien im Opernrepertoire ist die Rolle der vermeintlichen Tochter von Nabucco, „Abigaille“. Diese Rolle vereint unvorstellbar schwierige Koloraturpassagen mit ausgedehnten Momenten stimmlicher Intensität. Außerdem ist „Abigaille“ eine sehr anspruchsvolle Schauspielrolle, die ein großes emotionales Spektrum umfasst. In dieser Aufführung trägt diese Rolle mühelos die Vollblutsopranistin Liana Sass.

Ein unvergessliches Highlight des Abends wird der Auftritt des begnadeten russischen Bassisten Jurij Kruglov sein, in der Rolle des Nabucco-Antipoden „Zaccharia“, des geistlichen Führers und seelischen Hoffnungsträgers der Hebräer. Sowohl die mächtige, ausdrucksstarke Stimme von Jurij Kruglov als auch seine leidenschaftliche Bühnenpräsenz versprechen Gänsehaut. Mit seinem markanten Bass konnte er viele bedeutende Preise erringen, so zum Beispiel im
Internationalen Gesangswettbewerb „Giuseppe Verdi“ in Barcelona.

Den männlichen Part des Liebespaares „Ismaele und Fenena“ singt Michal Vojta. In der Rolle der „Fenena“ als weiblicher Part des Liebespaares wird der schöne Sopran von Sarka Hrbackova brillieren.

„Nabucco“ bringt mit einer Geschichte aus dem Alten Testament große Gefühle auf die Opernbühne: Liebe, Verrat, Eifersucht, Hass, Sehnsucht, Rachsucht, Machtstreben und Wahnsinn. Der Inhalt der Oper spricht die verschiedensten Menschen an. Es geht im Kern um den Freiheitswillen eines unterdrückten Volkes: Die Einnahme Jerusalems durch den Babylonierkönig Nebukadnezar (Nabucco) setzt eine Kette sich überstürzender Ereignisse in Gang. Der beeindruckende „Gefangenenchor“ aus dem 3. Akt – „Va, pensiero, sull’ali dorate“ („Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen“) – wurde seinerzeit zur heimlichen Nationalhymne der Italiener, die sich besonders mit dem Thema der Freiheit identifizierten. „Nabucco“ bietet aber auch für jene, die eine romantische Geschichte lieben, eine aufwühlende Handlung mit Liebes-Leid und der Freude eines glücklichen Ausgangs. Wer an kirchlichen Inhalten interessiert ist, wird sich an der am Ende eintretenden göttlichen Gerechtigkeit erfreuen.

Giuseppe Verdi hatte sich vor dem Schreiben der Oper auf einem Tiefpunkt befunden, beruflich und privat. Innerhalb weniger Jahre waren seine beiden Töchter und seine Frau gestorben. Das Textbuch für „Nabucco“ brachte Verdi die Begeisterung für eine Passion zurück. Diese Oper wurde der erste große Erfolg des noch jungen Verdi auf der Opernbühne. 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführt, war „Nabucco“ so erfolgreich, dass die Oper in der darauffolgenden Spielzeit 57 Mal wiederholt wurde. Mit dem grandiosen Triumph von „Nabucco“ begann die große Ära der Verdi-Opern.

Karten (ab 44 Euro) an allen örtlich bekannten Vorverkaufsstellen und Konzertkassen. Weitere Infos und Ticketverkauf unter 0531 34 63 72 und www.paulis.de



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen