Brüel : Muttersprachler lehren Englisch

Englisch Lehrerin Aisha Sarwar liest zusammen mit den Schülern die verdeckten Geschichten. Fotos: Ines Engelbrecht
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Englisch Lehrerin Aisha Sarwar liest zusammen mit den Schülern die verdeckten Geschichten. Fotos: Ines Engelbrecht

Erstmals findet an der Regionalen Schule Brüel eine Woche lang in allen sechs Stunden der Unterricht nicht auf Deutsch statt.

svz.de von
05. November 2014, 17:26 Uhr

Tom schreibt einen Satz in englischer Sprache auf das zusammengerollte Papier, faltet es und reicht es weiter zum Banknachbar Philipp. Sie gehören zu den Schülern der sechsten und siebten Klasse der Regionalen Schule Brüel, die am Unterricht bei Aisha Sarwar im Rahmen des einwöchigen Projekts „English in Action“ teilnehmen.

Die 31-Jährige ist Lehrerin in London und spricht mit den Schülern in ihrer Muttersprache. Das heißt, es fällt kein deutsches Wort. Die Schüler hören zu und müssen es verstehen. Dieser englischsprachige Unterricht während aller sechs Unterrichtsstunden findet in Brüel für Schüler der fünften, sechsten und siebten Klasse erstmals statt. Dazu weilen drei Lehrer aus dem Vereinigten Königreich an der Schule und reden nur in ihrer Muttersprache. „Das ist natürlich viel besser, als wenn ich ihnen den Englischunterricht vermittle. Es huscht mir doch eher ein Satz in deutscher Sprache über die Lippen. Das passiert bei Aisha nicht. Sie vermittelt den Schülern Landeskunde, Sprachanwendung und es gibt Rollenspiele. Die Methodenvielfalt ist lehrreich und interessant. Am Freitag zeigen die Teilnehmer den Schülern der anderen Klassen und den Eltern, was sie in dieser einen Woche gelernt haben, natürlich alles in Englisch“, erzählt Margitta Dobbertin, Englischlehrerin an der Regionalen Schule. Die Sprachschule in Canterbury trat mit der Workshopidee an die Schule heran und bot an, Lehrer zu entsenden. „Wir haben das Angebot genutzt. Zwar ist es nicht kostenfrei für die Eltern, aber wer sein Kind zur Sprachreise nach England schickt, bezahlt viel mehr. So entstand an der Sprachschule die Idee, Lehrer hierher zu senden für eine Woche. Ich finde es gut, dass die Schüler die Sprache von Muttersprachlern vermittelt bekommen. Sie werden gezwungen zuzuhören und hören es aus erster Hand. Die Unterrichtsmaterialien wurden ebenfalls von der Sprachschule gestellt und hergeschickt. Unterstützung bekamen wir außerdem von der Raiffeisenbank“, so Dobbertin. Sie unterrichtet seit 23 Jahren an der Schule und organisierte die Englischwoche mit der Schulleitung und ihren Kollegen.

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