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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. November 2017 | 19:01 Uhr

Wamckow : Musikalischer Streifzug von Puccini bis Piaf

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Jeder Platz war besetzt beim Neujahrskonzert in der Wamckower Dorfkirche.

Brechend voll war die kleine Dorfkirche in Wamckow. Für viele der Besucher gehört das Konzert am ersten Tag des neuen Jahres schon zur festen Tradition. Operetten- und Opernmelodien in Klavierbegleitung waren angekündigt. Ein Profi und zwei Hobbymusiker hatten zu diesem Anlass ein abwechslungsreiches Programm einstudiert. Sie pflegen eine musikalische Nachbarschaft, der Arzt Eckart Möbius und sein Sohn Stefan sowie der Tenor Dario Walendowski. In Görslow wohnen sie sozusagen Haus an Haus. Dario Walendowski erhielt seine Gesangsausbildung an der Musikhochschule im polnischen Lodz und war mehrere Jahre an der Nationaloper Warschau und danach anderen bedeutenden Opernhäusern engagiert. Seit vielen Jahren lebt er in Deutschland, hatte Engagements an den verschiedensten Bühnen, auch am Schweriner Theater. Für Eckart Möbius, der seit dem Kindesalter musiziert, ist diese Leidenschaft ein Ausgleich zum anstrengenden Beruf. Sohn Stefan, 12 Jahre alt, erhält seit dem dritten Schuljahr Instrumentalunterricht am Schweriner Konservatorium, spielt Klavier, Klarinette und Trompete.

Den musikalischen Streifzug durch verschiedene Länder Europas begleitete Eckart Möbius in seiner Moderation mit interessanten Einblicken in die Musikgeschichte. Ins weihnachtliche Paris führte Dario Walendowski mit der bekannten Arie aus Puccinis „La Bohème“, und mit „La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“ erfreute er das Publikum mit einem weiteren Klassiker der italienischen Oper. Polen durfte bei der musikalischen Reise natürlich nicht fehlen. Eine Arie aus Stanislaw Moniuszkos „Strazny dwor“ hatte er ausgewählt, natürlich auf polnisch gesungen, Neujahrsnacht in einem Gespensterschloss. Fröhliche „Operettenohrwürmer“ sollten nicht fehlen. In Ermangelung von Tenorarien in der „Czardasfürstin“ kam Stefan Möbius mit seiner Klarinette zum Einsatz. Auch beim „Lied an den Abendstern“ aus Wagners „Tannhäuser“ stellte er sein Können beim solistischen Zwischenspiel unter Beweis. Besonders schön im kirchlichen Raum klangen die ausgewählten Arien aus der Händeloper „Xerxes“, begleitet von Eckart Möbius an der Orgel. Von Europa nach Amerika ging’s mit seinen Soli am Klavier. Einfühlsam gespielt - „Strangers in the night“, spritzig und mit viel Spielfreude dargeboten - das jazzige „Puttin on the Ritz“ von Irving Berlin. Man darf gespannt sein auf das angekündigte Konzert auf zwei Klavieren am 18. April in der Wamckower Kirche! Mit dem Chanson von Edith Piaf „La vie en rose“ gab es auch von Dario Walendowski einen Abstecher in ein musikalisches Genre abseits der Oper.

Zu einem guten Start ins neue Jahr gehört durchaus auch Nachdenkliches. Viel Beifall gab es für die Abschlussworte von Norbert Rethmann.„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, zitierte er Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes. Danach handelnd, könne man sich Protestaktionen von ganz links und ganz rechts sparen. „Wir brauchen den Interessenausgleich in Europa“, formulierte er als wichtigen Aspekt für das gemeinsame Haus Europa. Das gab Anstoß für anschließende Gespräche im Gutshaus, wozu die Unternehmerfamilie wieder herzlich eingeladen hatte.  





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