Groß Raden : Museumsnacht mit Extra-Bonbon

Luftbildaufnahme vom Freigelände in Groß Raden.
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Luftbildaufnahme vom Freigelände in Groß Raden.

Am 12. August heißt es erstmals auf dem Freigelände: „Burgwall in Flammen“. Ganzjähriges Vortragsangebot wird weitergeführt.

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12. Januar 2016, 08:00 Uhr

Im Mai kommenden Jahres feiert das Archäologische Freilichtmuseum Groß Raden sein 30-jähriges Bestehen. Doch auch 2016 plant die einzige Einrichtung dieser Art in MV wieder diverse Veranstaltungen, darunter neben Bewährtem auch wieder einige Neuerungen. SVZ-Redakteur Roland Güttler sprach mit Museumsleiterin Heike Pilz.

Worauf können sich die Museumsbesucher in diesem Jahr besonders freuen?
Heike Pilz: Die Museumsnacht bei Vollmond im vergangenen August wurde ein Riesenerfolg. Erstmals seit längerem boten wir auch eine Abendveranstaltung auf dem Freigelände an mit Musik, Feuershow und Führung. Die Leute waren begeistert. Zudem wurde mit dem Reiterhof Klein Raden ein neuer Partner gewonnen, der die Besucher per Kutsche vom Parkplatz zum Freigelände runterfuhr.

Doch die Museumsnacht ist ausbaufähig und darum wird es am 12. August bei der Zweitauflage ein kleines Bonbon mehr geben. Ich sage nur: Burgwall in Flammen!

Neu war auch die monatliche Vortragsreihe…
Sie war 2015 an die Sonderausstellung „Pipeline: Archäologie“ gekoppelt; unsere erste Sonderschau überhaupt. Dabei gab es anfangs Bedenken, ob dies gerade in den Sommermonaten angenommen werden würde. Nach dem Motto: Plattes Land, Sommer, Sonne, Badestrand… Doch es kamen stets zwischen 30 und 50 Besucher zu den Vorträgen.

Das zeigt uns, Interesse besteht. Und so bieten wir auch 2016 ganzjährig Vorträge an – einmal im Monat. Los geht es bereits am 14. Januar um 19.30 Uhr mit einer Zwischenbilanz zu den Ausgrabungen am Schweriner Schloss.

Schulklassen hatten im Vorjahr erstmals freien Eintritt ins Museum, da es vom Schweriner Ministerium offiziell als Bildungseinrichtung ausgewiesen worden war. Wie wurde das angenommen?
Es gab ein Rieseninteresse – und das nicht nur aus der Region, sondern bundesweit. Viele Klassenfahrten nach MV hatten, bei Übernachtungen in Jugendherbergen etwa, das Slawenmuseum Groß Raden als Ziel mit eingeplant.

Zudem bietet Jens Kohlhaus mit seinem im Vorjahr aufgebauten Kamel- und Lama-Hof im nahen Sternberger Burg geführte Wanderungen für Kinder und Familien an. Davon profitieren auch wir als Museum; der Lama-Hof ist ebenso ein neuer Partner von uns.

Neu war zudem das mittelalterliche Fischerfest im vergangenem Juni, wird es auch hier eine Neuauflage geben?
Nein. Mit den Sternberger Fischern Rettig und Frischke war alles ganz toll organisiert. So konnten Angelruten wie vor 1000 Jahren gebaut werden. Doch die Veranstaltung hat nicht gezogen, es kamen vielleicht 100 bis 300 Leute. Das ist zu wenig und so machen wir es 2016 nicht. Insgesamt zählten wir im Vorjahr übrigens ca. 32 400 Gäste, damit blieb die Besucherzahl in etwa gleich.

Neu, um dabei zu bleiben, sind aktuell auch einige (Betreuer-)Gesichter. Was hat es damit auf sich?
Es gibt eine neue Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit unter dem Titel „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“. Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit den Jobcentern in Parchim und Sternberg habe ich seit Mitte November fünf Leute zusätzlich. Und das für die nächsten drei Jahre! Die drei Frauen und zwei Männer kommen aus Witzin, Loiz, Brüel, Zahrensdorf und Ruchow. Über den Winter werden sie qualifiziert, um später als Museumspädagoginnen beim Töpfern, Filzen oder Spinnen eingesetzt zu werden. Und die Männer arbeiten mit Holz.

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