Kobrow : Museen im Ort haben Zukunft

Veranstaltungen im Museumsdorf, wie hier das „Frühlingserwachen“ zogen viel Publikum nach Kobrow.
Veranstaltungen im Museumsdorf, wie hier das „Frühlingserwachen“ zogen viel Publikum nach Kobrow.

Neu gegründete gemeinnützige Gesellschaft will Ausstellungsräume erweitern. Während Umbauarbeiten bleibt der Museumshof jedoch geschlossen.

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08. Februar 2014, 07:05 Uhr

Nicht nur die Kobrower wird es freuen: Kutschen- und auch Agrarmuseum bleiben bestehen. Zudem soll die Ausstellung in Teilen erweitert werden.

Wie SVZ berichtete, stellte der Förderverein Kobrow am 4. Februar 2014 seine operative Tätigkeit auf dem Museumsdorf in Kobrow II ein. „Über viele Jahre hinweg hat der Verein weit über Kobrow hinaus als Träger unterschiedlicher Maßnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt gewirkt und dazu beigetragen, dass sich die Region Sternberger Seenlandschaft hinsichtlich Umwelt-, landschaftspflegerischer und touristischer Maßnahmen positiv entwickeln konnte“, sagt Hans Diederichs, der im Förderverein als ehrenamtlicher Vorsitzender gewirkt hatte. Diederichs nennt als ein Beispiel die Entwicklung und Auszeichnung von Wanderwegen. In den letzten Jahren habe man sich dann darauf konzentriert, auf dem Gelände des ehemaligen VEG Sternberg in Kobrow II ein Museumsdorf zu entwickeln. Viele Veranstaltungen, wie beispielsweise Erntedank- und Schlachtefeste, Frühjahrsfest und besonders auch das Kutschenmuseum haben das Museumsdorf und damit den Förderverein über die Grenzen des Sternberger Seenlands hinaus bekannt gemacht. Für „die stets gute Unterstützung und freundschaftliche Begleitung der vielen Vorhaben und Aktivitäten“ durch Freunde und Wegbegleiter sage der Verein denn auch ein großes Dankeschön.

Viele Ausstellungsobjekte aus dem agrarhistorischen Bereich wird der Besucher in Kobrow künftig aber an anderen Orten besichtigen müssen. Sie finden eine neue Verwendung, beispielsweise im Agrarmuseum in Alt Schwerin, bei den Freunden historischer Fahrzeuge in Groß Raden und im Mühlenmuseum in Wittenburg. Um so wichtiger sei, dass es gelungen ist, „über eine Nachfolgeregelung mit der neugegründeten gemeinnützigen Gesellschaft Kutschenmuseum Kobrow gGmbH den Fortbestand und vor allem den öffentlichen Zugang zum Kutschenmuseum und Agrarmuseum auch weiterhin zu gewährleisten“.

„Die gemeinnützige Gesellschaft hat sich vorgenommen, in den kommenden Monaten die Ausstellungsräume noch einmal komplett zu überarbeiten, die Ausstellung neu zu strukturieren und in Teilen sogar zu erweitern“, kündigt Diederichs an. Und nennt erste Pläne: Zukünftig sollen auch Räumlichkeiten der Agrarhof Gut Sternberg GmbH & Co. KG als Ausstellungsräume genutzt werden und ein Rundgang durch dann vier Hallen mit über 200 Exponaten möglich werden. Ebenso sollen Stellmacherei, Backhaus und Schmiede in die Ausstellung integriert werden und bleiben. „Für die Dauer dieser Umbaumaßnahmen wird der Museumshof geschlossen bleiben und das Kutschenmuseum nur auf Anfrage zugänglich sein. Alle Beteiligten hoffen dafür auf das Verständnis der Besucher und sind gleichzeitig auf das Ergebnisse gespannt, das dann bei der Wiedereröffnung im späten Frühjahr 2014 der Öffentlichkeit präsentiert werden soll“, sagt Hans Diederichs.

Fortgeführt werden soll auch der im Museumsdorf integrierte Einzelhandel mit ländlichen Bedarfsartikeln. „Der bisherige Marktleiter Torsten Krüger stellt sich der Herausforderung und wird sich mit wesentlichen Teilen des bisherigen Angebotes in Holzendorf selbstständig machen. Nicht zuletzt die vielen Stammkunden haben ihn dazu motiviert, dieses Risiko einzugehen“, weiß Diederichs.


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