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Freilichtmuseum Groß Raden : Monster aus Filz, Nemofisch aus Ton

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Vier Kinder und ihre Großmütter nutzten das Angebot des Freilichtmuseums Groß Raden. Erstmals bot die Museumspädagogik eine Winterferiengestaltung in den geschützten Räumen des Ausstellungsgebäudes an.

svz.de von
erstellt am 07.Feb.2013 | 11:05 Uhr

Groß Raden | Vier Kinder und ihre Großmütter nutzten das Winterferienangebot des Freilichtmuseums Groß Raden am Dienstagvormittag. Erstmals bot die Museumspädagogik eine Winterferiengestaltung in geschützten Räumen des Ausstellungsgebäudes an.

"Wir begehen heute eine kleine Premiere mit dem Winterferienangebot. Weil viele Kinder bei ihren Großeltern zu Besuch sind, wollten wir Jung und Alt ein interessantes Angebot unterbreiten, um ihre Zeit zu nutzen. Neben dem Gestalten können sie auch Frühstück essen, das wir zu diesem Bastelprojekt im Angebot haben", erklärte Museumsleiterin Heike Pilz.

Gemeinsam mit Carina Sabban betreute sie die Gäste. "Die Rohwolle ist von unseren Pommernschafen auf dem Freigelände. Die orangefarbene Wolle haben wir mit Krapp gefärbt, das nach mehrmaligem Eintauchen der Fasern immer mehr aufhellte", erklärte sie.

Um seinen naturfarbenen Grundball wickelte Nicolas Lettow bunte Wollstücke. Der Achtjährige wollte sich ein Müllmonster formen. Der Güstrower Junge war in Dabel zu Besuch bei seiner Oma Karin Held. "Ich bin mit meinen beiden Urenkeln gekommen. Draußen ist kein Wetter, um sich in der Natur aufzuhalten mit den Kindern. Ich habe von dem Angebot gelesen und wenn ich zu Hause mit ihnen sitze, gehen mir irgendwann auch die Ideen aus. So kam es uns gerade recht das Museumsangebot", sagte die 69-Jährige.

Selber gestaltet sie mit ihren Enkeln auch Reisbilder. Sie flechten oder beschäftigen sich mit Perlenspielen. Oft ist die Dabelerin im Freilichtmuseum zu Gast und genießt die Natur. Jetzt unterstützte sie ihre Urenkelin Johanna. Die Zweijährige hatte sich aus Tonmaterial eine Schlange geformt. Ein Steinehaufen sollte folgen. Die Kleine erzählte fröhlich, dass Oma einen Dörte-Hund hat und zwei Kaninchen. Eine Ringelnatter habe sie im Garten auch schon beobachten können, darum formte sie diese, weil es ihr am einfachsten erschien.

Konzentriert bearbeitete Claas Bick seine aus Ton geformten Urzeitsaurier Microraptor. "Das ist die erste Echse mit Flügeln. Die sieht cool aus", wusste der 13-Jährige und fügte an, dass er sich außer für die Urzeittiere auch fürs Fußballspielen interessiert und in seiner Freizeit gerne mit Stift malt. Dabei arbeitet er sehr filigran, warf seine Oma Anni Bick ein. Sie beschäftigte sich mit dem jüngeren Bruder von Claas. Der dreijährige Hennes hatte sich mit Omas Hilfe einen Nemo-Clownfisch geformt.

Die Groß Radenerin hatte ihre Enkel eine Tag vordem erst aus Rostock abgeholt. "Ich bin hier oft zu Gast beim Töpfern . Wir hatten so recht noch nichts geplant. Uns gefiel der Tonfisch am besten, darum haben Hennes und ich ihn ausgesucht", so die frühere Kindergartenleiterin. Claas hatte seine Flugechse inzwischen von der Arbeitsplatte gelöst und ließ sie zum Trocknen liegen. Nun wollte er sich eine Filzkugel in Nassfilztechnik rollen und rückte an den Tisch von Carina Sabban.

Das Bastelprojekt gab es nur an diesem Tage mit dem Frühstücksangebot, so die Museumsleiterin. Wer es dennoch nutzen möchte der sollte sich anmelden.

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