Sternberg : Miteinander und verwurzelt

Zwei Menuette sowie eine Sonate A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart spielte Zong-Sun Wiggershaus am Flügel.  Fotos: erge
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Zwei Menuette sowie eine Sonate A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart spielte Zong-Sun Wiggershaus am Flügel. Fotos: erge

Festveranstaltung mit Festvortrag zum 15-jährigen Jubiläum des Landesrapsblütenfestes.

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08. Mai 2017, 05:25 Uhr

15 Jahre Landesrapsblütenfest in Sternberg – das wurde auch mit einer Festveranstaltung im Rathaussaal begangen. Dazu hatte der organisierende Verein „Sternberg und MEHR e.V.“ Unterstützer, Sponsoren aus Politik, Wirtschaft und dem gesellschaftlichen Leben eingeladen, um Danke zu sagen. Denn ohne Hilfe und Helfer, auch und gerade finanzieller Art, ist solch ein Volksfest nicht auf die Beine zu stellen; geschweige denn inzwischen anderthalb Jahrzehnte durchzuhalten.

Und das Fest, mit Abstand das größte im Seenland, soll weitere Jahre erleben. MV-Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus versicherte als Schirmherr: „Ich halte daran fest, es auch weiterhin zu unterstützen.“ Sternbergs Bürgermeister Armin Taubenheim erinnerte in seinem kurzen Grußwort daran: „Was wäre unser Schirmherr ohne Landesrapsblütenfest, hat er hier doch 2010 seine Frau kennengelernt!“

Inzwischen ist die Festivität nicht mehr aus Sternberg wegzudenken. Zugleich bewies auch die 15. Auflage, dass solch eine Königin-Krönung wie am Wochenende auf dem Kleinstadt-Markt einen Nerv trifft. Im durch und durch republikanischen Deutschland unter Kanzlerin Angela Merkel, die wie keine andere für Ratio statt Glamour steht, gibt es durchaus eine royale Sehnsucht. Und wenn es nur die Krönung einer Landesrapsblütenkönigin ist! Blitzlichtgewitter und Autogrammwünsche sprachen für sich…

Beim Festempfang streute die Vorsitzende des Vereins „Sternberg und MEHR“, Waltraud Ulrich, Episoden aus der 15-jährigen Geschichte ein. So brütete der Verein einst die Idee im Seehotel aus, als der langjährige Sternberger Bürgermeister Jochen Quandt im Nachbarzimmer gerade bei einer Weihnachtsfeier war. Quandt wurde kurz herüber gebeten, um ihm die Königin-Krönungsidee zu unterbreiten. Das Ergebnis ist bekannt. Jochen Quandt war immer ein großer Unterstützer und erhielt am Sonnabend als Dank ein Buch überreicht wie u.a. auch Norbert Rethmann aus Wamckow. Aus seinem Kobrower Kutschenmuseum waren beim diesjährigen Umzug durch die Altstadt wieder fünf Kutschen dabei.

Viel Beifall gab es ebenso für den Festvortrag der Historikerin Dr. Editha Weber zu „Landschaft und Landwirtschaft“, der frühen Zeit des Bauerntums als Gestalter der Landschaft, „wie wir sie heute kennen“. Den musikalischen Part übernahm Zong-Sun Wiggershaus aus Groß Görnow mit drei Mozart-Stücken am Flügel. Auf die Frage nach dem dreifachen Mozart sagte die gebürtige Südkoreanerin: „Weil ich ihn so mag!“

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