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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Oktober 2017 | 11:34 Uhr

Sternberger Seenland : Miteinander an der Bienenstraße

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Zwischen Landschaftspflegeverband, Naturpark Sternberger Seenland und dessen Förderverein wurde eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, nach der Aktivitäten verknüpft und weiterentwickelt werden sollen.

von
erstellt am 27.Jun.2017 | 15:35 Uhr

Ausgangspunkt ist das Freilichtmuseum in Schwerin-Mueß. Von dort führt die Bienenstraße am Ostufer des Schweriner Sees entlang und dann eine Verbindungsroute über Basthorst ins Sternberger Seenland. Das bildet mit Kaarz, Brüel, Warin, Groß Raden, Sternberg, Kobrow und Dabel sowie Rothen an einer Alternativroute den mittleren Abschnitt. Von hier geht es weiter über Dobbertin, Goldberg und die Nossentiner/Schwinzer Heide bis zur Schauimkerei in Plau-Quetzin als Endpunkt. An den einzelnen Stationen gibt es bereits eine Reihe von Aktivitäten, die interessante Ziele für Besucher sind, ob Einheimische, Tagestouristen oder Urlauber, und ihnen die vielfältige Welt der Bienen näher bringen. Um diese Angebote zu verknüpfen, über Projekte weiterzuentwickeln und die Akteure in Netzwerken zusammenzuführen, haben der Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet (LSE), der Naturpark Sternberger Seenland und dessen Förderverein eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

Im Naturpark Sternberger Seenland mit Kaarz, Brüel, Warin, Groß Raden, Sternberg, Kobrow und Dabel sowie Rothen an der blau eingezeichneten Alternativroute liegt der mittlere Abschnitt der Bienenstraße, die von Schwerin-Mueß kommt und bis Plau-Quetzin führt.
Im Naturpark Sternberger Seenland mit Kaarz, Brüel, Warin, Groß Raden, Sternberg, Kobrow und Dabel sowie Rothen an der blau eingezeichneten Alternativroute liegt der mittlere Abschnitt der Bienenstraße, die von Schwerin-Mueß kommt und bis Plau-Quetzin führt. Foto: Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet
 

Hürde zur Beteiligung sehr niedrig

Amelie Vießmann absolviert zwischen Bachelorabschluss in Naturschutz und Landnutzungsplanung sowie Masterstudium ein Jahr beim LSE. Sie und Anja Hansen kümmern sich hier um die Projekte und stehen im Kontakt zu rund 40 potenziellen Partnern an der Bienenstraße. Die Beispiele im Sternberger Seenland reichen vom Naturparkzentrum in Warin sowie Imkerei, Schaugarten und Bienen-Baumlehrpfad in Brüel über Lütt Acker Sternberg, Sültener Salzwiesen und Landschaftsgarten von Schloss Kaarz bis Haus Biber & Co. Alt Necheln, Rothener Mühle, Rothener Hof, Naturheilpraxis in Weberin oder Streuobstwiese in
Kobrow II. Berührungspunkte zu Winston Golf in Vorbeck gebe es, weil dort eine Wildbienenkartierung erfolge.

Er erwarte eine große Resonanz, weil die Hürde zur Beteiligung, „der Verpflichtungsgrad“, sehr niedrig sei, sagt Sven-Erik Muskulus, Vorsitzender des Naturpark-Fördervereins. „Es ist eher eine Absichtserklärung, die es mit Leben zu erfüllen gilt. Wir fangen die Partner mit dem ein, was sie sowieso machen.“ Deshalb werde es „ihnen leicht fallen“, sich in dem Netzwerk zu etablieren, meint Muskulus. Es beginne damit, dass einer vom anderen wisse, um dann in Kontakt zu treten und das Miteinander zu stärken. Das eigens entwickelte Logo
„ErlebnisReich Bienenstraße“ diene der Wiedererkennung. Genau zu klären sei noch, wer es dann nutzen dürfe.

Der Förderverein sehe die Chance, „dass sich was entwickelt, stets mit dem Blick auf Natur- statt Massentourismus“, so Muskulus. Er stelle sich „Wertschöpfung auf kleinem Niveau“ vor, Imker, die ihre Erzeugnisse selbst vermarkten, ebenso wie Kleinstbauern, die bienenfreundliche Kulturen anbauen, oder Hofläden. In Below bei Dobbertin habe eine Frau einen kleinen Tisch an der Straße und biete mit einer Kasse des Vertrauens Gelee, Marmelade und Honig an. Er kenne Leute, die immer dort anhalten und kaufen, sagt Muskulus, er selbst auch.

So was könnte ein kleines Teil für ein großes Puzzle sein. Der Landschaftspflegeverband will Ansprechpartner für Interessierte sein, auch Fördermittel einwerben. „Das Konzept ist gut“, meint LSE- Geschäftsführer Hans Diederichs. Es nütze aber nichts, wenn es in der Schublade liege. Deshalb müsse nun „Butter bei die Fische“.

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