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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 05:08 Uhr

Brüel : Mit viel Spaß eine Menge lernen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Teilnehmer der Karate Do-Kurse in Brüel und Neukloster stellten sich den Prüfungen zum Weißen, Gelben und Orangen Gürtel

von
erstellt am 25.Mär.2017 | 06:00 Uhr

An diesem Abend sitzt Maren Eilenberger auf der Zuschauerbank in der Brüeler Sporthalle. Sonst ist die 59-Jährige aus Hasenwinkel immer mittendrin – beim Karate-Training mit Uwe Ey. Dafür fährt sie regelmäßig nach Neukloster, wo der Karatelehrer und Karate- und Gesundheitstrainer in der kleinen Sporthalle hinter dem Gymnasium montags von 18 bis 20 Uhr und donnerstags von 18.30 bis 20 Uhr eine Gruppe anleitet. Wie dienstags und donnerstags von 16 bis 17.30 Uhr in der Sporthalle in Brüel.

Doch vorgestern Abend gibt es statt Training einen Prüfungstermin. „Mir fehlte noch ein bisschen an Vorbereitung. Was ich mache, mache ich richtig“, begründet Eilenberger, warum sie nur zuschaut. Von Karate Do sei sie richtig begeistert, sagt sie. Verglichen mit anderen Sportarten gebe es weniger Körperkontakt und sei diese sehr stark auf Haltung ausgerichtet. Und fast nebenbei erzählt die 59-Jährige, dass sie auch noch Judo und Jiu Jitsu macht.

Bei den Erwachsenen stellen sich Evelyn Halfmann der Prüfung zum 9. und 8. Kyu (Weißer und Gelber Gürtel) sowie Tassilo Diener und Roland Niebisch zum 7. Kyu (Oranger Gürtel). Letzterer ist auch das Ziel von Marvin Bukow (9), Nico Sarnow (15), Eric Kosmala (15) und Florian Tolla (13).

Um es vorweg zu nehmen: Alle sind erfolgreich.

Uwe Ey hat sich als Beisitzer Stefan Jolitz eingeladen, der über 30 Jahre lang Karate Do selbst sehr aktiv betrieben hat, diesen Kampfsport seit fünf Jahren „aber nur noch für mich selbst mache. Die Technik ist verinnerlicht und wird dann dem Alter angepasst. Ganz ohne Karate geht es nicht“, sagt Jolitz.

„Für die Prüflinge ist es gut, wenn ein Fremder dabei ist zum Gucken und zum Korrigieren. Ein gewisses Feeling soll da sein“, erklärt Ey, der eine Prüferlizenz besitzt und sie auch regelmäßig aktualisieren muss.

Übersetzt bedeutet Karate-Do so viel wie „der Weg der leeren Hand“, der Karatekämpfer ist waffenlos, seine Hand ist leer. „Es ist eine japanische Kampfkunst und ein Weg ins Leben, eine Charakterschule“, umschreibt Ey. Vor einem Jahr hatte er mit Schnupperkursen in Brüel und Neukloster für diesen Sport geworben. Wer seitdem dabei geblieben ist, dem bescheinigt der 60-Jährige eine spürbare Entwicklung im Verhalten und im Körperlichen.

Dem pflichtet auch Nicole vom Hofe-Tolla, Mutter von Florian, bei. „Florian hat damals auch in einer Schnupperstunde mitgemacht. Es hat ihm gefallen und er ist dabei geblieben. Zuvor war er beim Judo“, sagt sie. Aufgefallen sei ihr, dass der 13-Jährige jetzt selbstbewusster auftrete und auch mehr Eigenantrieb besitze. „Er macht von sich aus mehr Sport“, freut sich die Langen Jarchowerin. „Herr Ey ist sehr engagiert. Es ist schon toll, wie er ehrenamtlich das Training durchzieht“. Mit den Worten „Gut geschafft“ überreicht Uwe Ey dann Florian seine Urkunde und gratuliert zum Orangen Gürtel.

Die Gürtelfarben zeigen die Leistungsstufen eines Karetakas, vom Anfänger bis zum Meister. Neun Prüfungen müssen durchlaufen werden, bevor man sich der Prüfung zum ersten Meistergrad stellen kann.

Mit den Prüfungen sei er insgesamt zufrieden.. Die „üblichen Anfängerfehler“ wie ein nicht durchgedrücktes linkes Bein oder eine nicht auf dem Boden stehende Ferse wertet er gleich aus. „Aber wir kriegen das hin, wenn ihr weiter trainiert mit Freude, Spaß und Engagement und auch zu Hause übt“, gibt er allen mit auf den Weg. „Es macht mir sehr viel Spaß und man lernt dabei auch eine Menge“, freut sich Florian Tolla. „Und wir brauchen noch dringend Mitglieder“, setzt der 13-Jährige nach.

 

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