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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. September 2017 | 00:38 Uhr

Kobrow : Mit steinaltem „Kuchen“ wuchern

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Projektgruppe „Dorfmitte“ in Kobrow legte Ideen zur Umgestaltung vor. Betonstein in Form eines „Sternberger Kuchens“ soll ins Zentrum.

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erstellt am 07.Feb.2017 | 11:45 Uhr

Kobrow hat sich weltweit einen Namen gemacht – durch seine Kiesgrube und die hier gefundenen Fossilienfunde verschiedenster Art. Die Wissenschaft verwendet verallgemeinernd den Begriff „Sternberger Kuchen“. Das Sedimentgestein datiert bis 28 Millionen Jahre zurück – die Zeit des Tertiärs. Sternberg ist Namensgeber fürs Gestein, da es seit 300 Jahren in der Umgebung der Stadt – in besagter Kiesgrube Kobrow – besonders häufig zu finden war und ist.

Seit vergangenem Juni stellt SVZ in Zusammenarbeit mit dem in Kobrow beheimateten Umweltgeologen Detlef Uebersohn in einer Serie „Raritäten des Sternberger Kuchens“ vor.

Jetzt will die Gemeinde Kobrow ihr globales Markenzeichen für Einheimische und Touristen präsentieren – als Mittelpunkt des geplantes Projekts „Dorfmitte“ in Kobrow I. Dazu wurde im Herbst 2016 eine Projektgruppe gebildet. Deren Chef Ulf Wacks stellte kürzlich im Rahmen der Bürgerversammlungen bisherige Ideen vor. Der Projektgruppe gehören neben Wacks und
Uebersohn auch Sören Balzer, Dirk Menzlin und Nils Wagner an.


Idee von Bürger-Bäumen samt Namensschild


Das „Dorfmitte“-Projekt soll auf der Dreiecksfläche zwischen Lindenallee, Stieter Straße und Feuerwehrgerätehaus mit Hilfe von 90 Prozent Fördermitteln aus dem Leader-Programm der EU umgesetzt werden. Die restlichen zehn Prozent müsste die Kommune tragen. Deren Gemeindevertreter haben denn auch das letzte Wort, ob man sich das „Dorfmitte“-Projekt leisten will und kann.

In den vergangenen Monaten wurden Ideen gesammelt und gebündelt, die Ulf Wacks bereits am 16. Januar in Kobrow I und jetzt auch in Wamckow vorstellte. „Ins Zentrum der neuen Dorfmitte soll ein großer Stein aus Beton platziert werden, der aussieht wie ein ,Sternberger Kuchen‘“, so Wacks. Ferner sind u.a. „ein Obstgarten mit ganz alten Bäumen sowie ein Insektenhotel“ angedacht. Auch soll es eine überdachte Bühne plus Sitzgruppen als Rastmöglichkeiten für Radtouristen geben sowie im Bereich Lindenallee eine durch die Bäume unterbrochene Findlingsmauer als Einfriedung und Windschutz zugleich. Die östliche Grundstücksgrenze dieses Dreiecks (Stieter Straße/K 107) soll durch eine Baum- und Strauchbefriedung eingegrenzt werden. „Wir wollen keine Luftschlösser bauen, sondern Sachen, womit sich die Menschen identifizieren können“, erklärte Wacks. Eine Idee ist darum, dass sich die Bürger einen Baum bzw. Strauch kaufen können – wenn ein Kind geboren wird oder zur Silbernen bzw. Goldenen Hochzeit. Dazu käme auch das entsprechende Namensschild.

Und als so genannte dekorative Flächengestaltung ist an einen kleinen Teich gedacht sowie Pumpe und Quellstein. „Das hört sich ja nach drei Fußballfeldern an“, meinte auf der Versammlung die Wamckowerin Astrid Mann, die erklärte: „Nix mit Wasser wegen der Nachfolgekosten (Sauberhaltung) und dem Schutz der Kleinkinder.“ Diskussion gab es auch um das auf dem Areal befindliche Hochbeet, das laut Projektgruppe verschwinden würde. „Das Hochbeet ist das einzig gepflegte, ehrenamtlich durch einige Frauen“, meinte Gudrun Schmidt aus Wamckow, die sich für den Erhalt desselben aussprach.

„Urlauber haben wir in der Gegend genug“, warb Ulf Wacks für die Dorfmitte-Umgestaltung und sieht zudem Synenergieeffekte. Denn gerade einmal zwei Kilometer entfernt befindet sich in Kobrow II das überregional bekannte Kutschenmuseum.

 

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