Fit 2017 - Allein oder im Verein : Mit Rucksack, Hut & Wanderstock

Kleiner „Familienausflug“: die Küchlers aus Jülchendorf mit Hans-Werner Lübcke an der Spitze. Auf Schusters Rappen geht es ins Gebiet der Oberen Seen.
Kleiner „Familienausflug“: die Küchlers aus Jülchendorf mit Hans-Werner Lübcke an der Spitze. Auf Schusters Rappen geht es ins Gebiet der Oberen Seen.

Hans-Werner Lübcke aus Brüel nimmt seine Gäste gerne mit auf Wanderschaft.

svz.de von
07. September 2017, 12:00 Uhr

Mit einem kecken Hütchen auf dem Kopf, auf den Rücken einen Rucksack geschnallt und oft noch einen Wanderstock in der Hand – so fühlt sich Hans-Werner Lübcke aus Brüel am wohlsten. Wenn er dann durch die schöne Natur in und um Sternberg wandert, dann sind das für ihn Glücksmomente ohnegleichen. Doch am liebsten genießt er diese, wenn er noch weitere Wanderfreunde an seiner Seite hat. Denn der 64-Jährige weiß viel über die Entstehung der Natur zu erzählen. Und dieses Wissen gibt er gerne weiter. Ein Wissen, das er sich als„gelernter Geologe“ angelesen bzw. selbst erkundet hat. „Doch allein die Erklärungen der Natur und deren Entstehungsgeschichte sind es nicht, die ich meinen Wandertouristen vermittle“, so der Brüeler. „Ich beziehe mich auch auf kulturhistorische Ereignisse. So haben wir zum Beispiel den Jüdischen Friedhof in Sternberg besucht, zu dem die Leute viele Fragen hatten.“ Und er ergänzt, dass sie gerne auch einen Blick in die Stadtkirche werfen. Auch das Sternberger Heimatfest sei für die Wanderer von großem Interesse. Erleben sie hier doch viele alte Traditionen aus der Gegend. Auch mit Schulklassen sei er des Öfteren unterwegs. Und das nicht nur aus Sternberg, sondern auch aus Brüel, Neukloster und Wismar. Ebenso bestehen Verbindungen zu Sportvereinen.

Die Beteiligung an den Wanderungen sei unterschiedlich. Ob Anwohner oder Tagestouristen, ob Sonnenschein oder Regenwetter – „Gekniffen wird nicht. Denn keiner ist aus Zucker.“

Und alle Altersklassen machen mit. Vom Opa bis zum Enkel. Neulich sei sogar ein Siebenjähriger mitgewandert. Im Durchschnitt seien es zwischen vier und sechs Teilnehmer. Das sei eigentlich eine gute Konstellation, weil man da besser auf die Einzelnen eingehen könne.

„Ich biete meine Wandertouren seit 2014 an. Das war, als ich in den Vorruhestand gegangen bin. Doch ich brauchte einfach Bewegung, um weiterhin fit zu bleiben. Habe schließlich immer Sport getrieben.“ So sei er auch bei den Alten Herren unter Rolf Karl aktiv gewesen (TAV, Turnen). „Und so machte ich meinen Beruf kurzerhand zum Hobby.“ Seitdem biete er zweimal wöchentlich seine Wandertouren an; auch in den Ferien und im Urlaub. In der Vorsaison nach Vereinbarung. Eine Tour dauere in der Regel drei Stunden. Alles geschehe ohne Anmeldung; wer kommt, der kommt.

Die jüngste Wanderung vor ein paar Tagen ging ins Gebiet der Oberen Seen. Hier hatte sich eine ganze Familie aus Jülchendorf eingefunden: Yvonne und Matthias Küchler, Frank Wiechmann und noch eine weitere Familienangehörige. Der Wanderleiter wusste auch viel über die Entstehung des legendären Sternberger Kuchens zu erzählen. Yvonne Küchler, 45, erzählte, dass sie sehr gerne durch die Natur laufe. Die Landschaft hier gefalle ihr sehr gut. „Durch Freunde bin ich auf die herrliche Gegend aufmerksam geworden und beschloss, mitzumachen und etwas für meine Gesundheit zu tun.“

Auf die Frage, was das Wandern neben dem Kennenlernen der Natur wohl bringe, hatte Hans-Werner Lübcke viele Vorzüge parat. „Dass die Leute aktiver werden, dass sie drei Stunden an der frischen Luft sind und sich bewegen, dass sie in Gesellschaft sind und die Besonderheiten der hiesigen Natur kennenlernen. Gesundheit und Fitness stehen eben nun mal an erster Stelle.“

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