Ventschow : Mit Pilzen ist jetzt Schluss

Pilzberater Reinhold Krakow (l.) freute sich über die Funde bei der Abschlusstour.
1 von 2
Pilzberater Reinhold Krakow (l.) freute sich über die Funde bei der Abschlusstour.

Mykologischjes Informationszentrum „Der Steinpilz“ war 2015 letztmals unterwegs - auf einer Tour zwischen Hohen Viecheln und Ventschow.

von
23. November 2015, 12:00 Uhr

Zum Abschluss der diesjährigen Pilzsaison tourten sieben erwachsene Sammler und zwei Kinder von Hohen Viecheln auf der naturnahen Route des vier Kilometer langen Radwegs bis zur Ventschower Lindenallee. Eigens angereist waren sogar Pilzfreunde aus dem Havelland, der Blütenstadt Werder. „Wir wissen dieses Angebot sehr zu schätzen.“ Angeführt wurde die Wanderung von Reinhold Krakow. Er ist in Wismar verantwortlich für das mykologische Informationszentrum „Der Steinpilz“. Die Pilzberatungsstelle in der ABC-Straße 21 wird seit mehr als 60 Jahren betrieben. Täglich (außer mittwochs) werden Sprechstunden angeboten. Seit 2009 finden außerdem regelmäßige Lehrwanderungen statt.

„Die diesjährige Pilzsaison war eher mäßig“, urteilte der Spezialist. Mit Pilzen sei erfahrungsgemäß alljährlich zwar zwischen April und November zu rechnen. „Doch selbst in den Hauptmonaten September und Oktober war die Ausbeute bescheiden.“ Sogar die Honiggelbe Halimasche als Allerweltspilz habe sich ziemlich rar gemacht. Bei der Schlusswanderung wurde das Augenmerk auf seltene, essbare Pilzsorten gelegt. „Steinpilze, Pfifferlinge oder Champignons sind zu gewöhnlich.“ Stattdessen wurden schmackhafte Austernseitlinge gefunden. Oder Stockschwämmchen – „eine Delikatesse, die es sogar als Luxus-Zutat im Glas gibt“. In der Natur allerdings, so warnte Reinhold Krakow, bestehe die Gefahr, ihn mit dem Gifthäubling zu verwechseln.

Treff der Pilzwanderer war bereits um 9 Uhr auf dem schmalen Parkplatz am Zentralen Omnibusbahnhof in der Wismarer Wasserstraße (Ecke Kopenhagener Straße). Nach kurzer Begrüßung fuhren die Teilnehmer bis nach Hohen Viecheln. Von dort aus führte der Weg durch das Naturschutzgebiet Döpe bis zum Ventschower Wald. Die letzte öffentliche Pilzwanderung durch dieses Gebiet liegt schon 20 Jahre zurück. Damals führte Dr. Helmut Stiehler durch die Döpe, die er viele Jahre als Naturschutzbeauftragter betreute. „Es versteht sich deshalb von selbst, dass auf dem Anfangsteil der Wanderung der Naturschutz im Mittelpunkt stand.“ Wer Speisepilze sammeln wollte, konnte es dann im sich anschließenden Ventschower Wald tun. Hierbei wurden auch Frostschnecklinge gefunden, denn es handelt sich dort überwiegend um sandige Nadelwälder mit einem hohen Kiefernanteil.

Für den 12. Dezember ist für Pilzfreunde ab 18 Uhr in der Keezer Schmiede (direkt an der B 104) der Jahresausklang als Weihnachtsfeier geplant.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen