Sternberg : Mit Pauken und Trompeten

Konzert des Chores der Schweriner St.Paulskantorei mit Solisten und dem Concerto Celestino in der Sternberger Stadtkirche.
Konzert des Chores der Schweriner St.Paulskantorei mit Solisten und dem Concerto Celestino in der Sternberger Stadtkirche.

Konzert der Schweriner St. Paulskantorei mit dem Weihnachtsoratorium von Bach in der Stadtkirche.

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10. Dezember 2018, 10:28 Uhr

Viele beeindruckende Musikerlebnisse hatte die Reihe der Sternberger Kirchenmusik in dieser Saison zu bieten. Zum Abschluss gab es am Sonnabend noch einmal einen ganz besonderen Höhepunkt. Erstmals erklang in der Stadtkirche St. Maria und St. Nikolaus das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, und das in großer Besetzung. Unter dem Dirigat von Christian Domke boten 75 Sänger, 25 Musiker des „ Concerto Celestino“ und vier junge, stimmgewaltige Solisten ein berührendes musikalisches Erlebnis. Seit 2012 ist Christian Domke künstlerischer Leiter der Kirchenmusik an der Schweriner St. Paulskirche. Mit ansteckender Musizierfreude führte er das große Ensemble, das, dank intensiver Proben vor Ort, auch die Herausforderung der besonderen Akustik der Kirche bestens meisterte.

Aufgeführt wurden die Kantaten 1 bis 3, die die Geschichte der Geburt Christi erzählen. Von Anfang an war zu spüren – diese Musik, die 1734 in Leipzig Premiere hatte, berührt tief bis heute. Fünf wuchtige Paukenschläge und festlich schmetternder Trompetenklang, dazu der Jubelgesang des Chores „Jauchzet, frohlocket“ – mit diesen Klängen zog das Weihnachtsgefühl ein.

Sensibel im Zusammenklang mit dem Ensemble interpretierten die vier Solisten, Gretel Wittenburg (Dresden), Sopran, Sophia Maeno (Schwerin), Alt, Severin Böhm (Leipzig), Tenor und Dávid Csizmár (Hamburg), Bass, ihre Parts. Einfach nur schön war das von Sophia Maeno berührend interpretierte „Schlafe, mein Liebster“ oder das Duett von Bass- und Sopranstimme, „Herr, dein Mitleid“. Mit wunderbarer Stimme und klarer Artikulation meisterte Severin Böhm den anstrengenden Part des Berichterstatters (Evangelist).

Für „Sahnehäubchen“ im Gesamtklangbild sorgten die Solisten des „Concerto Celestino“, die Flöten und Oboe, die Geige, das Trompetentrio, das mit dem Schlusschor noch einmal Jubel, Glanz und Festlichkeit verbreitete.

Mit langanhaltenden stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum für diese beeindruckende Aufführung.

„Nun ist auch das Weihnachtsoratorium in den Mauern dieser Kirche gespeichert“, so Christof Munzlinger in seinen Schlussworten. Die Sternberger Kirche in Wort und Bild (den 2012 erschienen Bildband) überreichte er dem Dirigenten und den Solisten des Abends als Dank und Erinnerung.

Bei warmen Getränken hatten Künstler und Besucher im Anschluss an das Konzert Gelegenheit zum Aufwärmen und zum Gespräch in der Winterkirche. Viel lobende Worte gab es von allen Seiten für die perfekte Organisation dieses Musikereignisses. Vielen rührigen Gemeindemitgliedern, Mitarbeitern der Stadt und vor allem Hauptorganisator Christof Munzlinger ist dafür zu danken.


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