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Proteste gegen Mvgida-Demo : Mit Kerzen und Laternen gegen Fremdenhass

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Vor und in Stadtkirche formierte sich am Montagabend Demonstrationszug mit Lichtern als Antwort auf MVgida-Aufmarsch in Sternberg

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 22:47 Uhr

Um 19 Uhr begannen auch an diesem Montag die Glocken der Stadtkirche zu läuten und luden ein zum Friedensgebet.  Menschen mit Kerzen und Laternen aus Sternberg, der Region und syrische Gäste – die mit Beifall willkommen geheißen wurden – hatten sich gestern Abend auf dem Kirchenvorplatz versammelt, zum zweiten Mal unter dem Motto „Sternberg lichthell, offen und tolerant!“. Über 100 Menschen waren der Einladung  von Bürgermeister Jochen Quandt und den Fraktionen der Stadtvertretung gefolgt.

Gegenwärtig leben 105 Flüchtlinge in Sternberg, Brüel und Dabel, sagte Jochen Quandt.  Weitere 24 unbegleitete Minderjährige  wohnen in Sternberg und Golchen.  In Sternberg und in der Region gäbe es eine große Hilfsbereitschaft bei der Flüchtlingsbetreuung, so Quandt, der dafür allen, einschließlich den Vereinen, herzlich dankte. Diese Hilfsbereitschaft und Unterstützung   sei die richtige Antwort auf die Aktivitäten von MVgida, die keine Probleme lösen wolle und dies auch nicht könne, weil sie NPD gesteuert sei, so der Bürgermeister. Um vor Ort in der Lage zu sein, stets Hilfe leisten zu können, Integration zu ermöglichen und vorhandene Ängste und Vorbehalte abzubauen, sei aber erforderlich „dass die Politik mit einer Stimme spricht. Dass sie sagt, wie viele Flüchtlinge können wir in Deutschland verkraften und wie soll das organisiert und bewältigt werden.  Es müssen die Fragen aus der Mitte der Bevölkerung beachtet und beantwortet werden“, so Jochen Quandt:  „Wir sind das Volk und treten jenen entgegen, die Ängste und Hass schüren!“

150 Personen hatten die  Organisatoren der 2. MVgida-Demonstration in Sternberg angemeldet; 130 in der Spitze waren letztlich gekommen. Das Polizeiaufgebot betrug gestern Abend um die 100.

Bei der MVgiga-Premiere am 12. Oktober waren es in Sternberg  300 Teilnehmer gewesen. Beim einstündigen „Abendspaziergang“ fungierte beim  gestrigen Zwischenhalt in der Karl-Marx-Straße der NPD-Kreistagsabgeordnete Stefan Suhr aus Dabel als Hauptredner. Seine  Parteizugehörigkeit verschwieg er allerdings geflissentlich.

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