Dorffestspiele Dabel : Mit hausgemachtem Programm

Im Plausch mit Bauer Korl:  (v.l.) Die Moderatoren Torsten Edlich und Harry Beyer, Jörg Neumann und Dietmar Röse vom Sportverein sowie Bürgermeister Herbert Rohde (3.v.l.). Fotos: manuela kuhlmann
Im Plausch mit Bauer Korl: (v.l.) Die Moderatoren Torsten Edlich und Harry Beyer, Jörg Neumann und Dietmar Röse vom Sportverein sowie Bürgermeister Herbert Rohde (3.v.l.). Fotos: manuela kuhlmann

Dabeler Dorffestspiele sind Treffpunkt für Einheimische, Weggezogene und Plattform für Vereine

svz.de von
09. Juli 2018, 05:00 Uhr

Die 58. Dorffestspiele in Dabel sind die letzten, die Herbert Rohde als Bürgermeister mit dem Seniorennachmittag einläutet. Wie immer ist kulturelle Unterstützung aus den eigenen Reihen dabei. Unter Leitung von Ingrid Kuhlmann tritt der Seniorenchor der Volkssolidarität auf. „Seit 30 Jahren eröffnen Ingrid und ich das Dorffest“, sagt er über das Ende seiner Ära. So auch am vergangenen Wochenende. Er ist stolz: „Immer haben wir es verstanden, Kultur aus den eigenen Reihen zu machen.“

Seit 39 Jahren prägt Herbert Rohde das Gemeindeleben, wozu von Anfang an die Dorffestspiele gehören. Die Jubiläumsfeiern mit ihren großen Umzügen zum 725. und 750. sind ihm besonders in Erinnerung geblieben. „Das Besondere war, dass sich die Bürger großartig mit eingebracht haben. Das Dorf wurde geschmückt, ein Umzug geplant, es gab den Tanz auf dem Sackboden - alle waren mit dabei. Dieses Miteinander hatte was“, schwärmt Rohde.

Seit zehn Jahren werden die Dorffestspiele nicht von der Gemeinde selbst, sondern von der Dabeler Vereinsgemeinschaft ausgerichtet. Über die Bündelung der Vereine ist die Finanzierung einfacher geworden. Ellen Heinrich und Harry Bayer haben viele Jahre lang als Verantwortliche alle an einen Tisch geholt. Jörg Neumann hat den Staffelstab übernommen. Er tritt in große Fußstapfen. Und: Die Zeiten haben sich geändert. In diesem Jahr wirkt der große Platz oft leer. Viele Veranstaltungen bündeln sich auf wenige Wochenenden. Das Publikum ist verwöhnt.

Immer noch ist das Dorffest Treffpunkt für Weggezogene. Besonders nachdem die Siedlung um 2000 aufgelöst wurde, gab es auf den Dorffestspielen immer ein großes Wiedersehen. Monic und Tina Dinter machen es ebenso. Sie sind aus Prenzlau und Berlin gekommen, um die Eltern zu besuchen. Natürlich zum Dorffest am vergangenen Wochenende. Sie freuen sich abends auf die Oldie Company. Es ist ein Stück liebgewonnene Tradition. Monic Dinter bewundert die Vielfalt auf dem Fest: „Hier wird jeder abgeholt.“ Auch Simone Schumacher ist bei ihrem Bruder Reiner Schröder in Dabel zu Besuch. „Den ganzen Tag Programm und Livemusik“, lobt sie. „Es ist schade, dass wenig Besucher da sind“, findet sie daher. Auch Sportverein, Feuerwehr und Kindertagesstätte, die mit Aktionen präsent sind, würden sich mehr Beteiligung wünschen. Wehrführer Christian Elm weiß aus Erfahrung genau, wie schwer es ist, zu motivieren. Dennoch ist es wichtig, dabei zu sein. Die Festspiele bieten allen Vereinen eine Plattform, sich zu zeigen und über Getränkeverkauf Geld für die Vereinskasse zu bekommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen