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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. September 2017 | 14:43 Uhr

Sternberg : Mit Fasching in die Winterferien

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Mädchen und Jungen der Sternberger Förderschule verkleideten sich nach den Halbjahres-Zeugnisausgabe als Pirat, Leopard oder Prinzessin.

von
erstellt am 04.Feb.2017 | 11:49 Uhr

„Atemlos“ – zwar nicht bis in die Nacht, aber zumindest bis Mittag – ging es gestern im Bereich der Sternberger Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung zu. Die Faschingsfeier der sechs- bis 18-jährigen Schüler war bereits draußen kaum zu überhören. Helene Fischers Megahit „Atemlos“ war eindeutig der Lieblingssong auf der Kinderparty. „Alle tanzen und singen mit. Ist das nicht schön? Und alle sind kostümiert“, freute sich Ines Hahn. Die Dabelerin arbeitet als Koordinatorin für den Schulteil mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. „Die Kinder haben einen großen Bewegungsdrang“, fügt sie an. Insgesamt besuchen 39 Kinder von Gustävel bis Brüel und Goldberg, Crivitz bis Rampe den Förderschulbereich.

An der Schule ist es längst Tradition: „Nach der Zeugnisausgabe in der zweiten Stunde ist seit Jahren Fasching bis Mittag angesagt“, so Ines Hahn, die selbst gern Karneval feiert. Und zwar beim Sternberger Carnevals Club (SCC), „da ich früher in Sternberg wohnte“. Und so hält sie dem SCC weiterhin die Treue, obwohl in ihrem neuen Zuhause in Dabel in der fünften Jahreszeit auch die Narren los sind.


Drei Piraten und eine „Teufeline“


Die Förderschüler haben am Rosenmontag auch schon einmal zusammen mit den Sternberger Grundschülern und dem SCC Kinderfasching gefeiert. „Aber nur einmal. Für unsere Kinder war der Trubel dort zu groß und so feiern wir lieber wieder allein“, erklärte Hahn. Denn in ihrer Einrichtung kennen sich die teilweise schwer behinderten Mädchen und Jungen aus, sind die Räumlichkeiten quasi fast ihr zweites Zuhause.

Groß angesagt war gestern das Piratenkostüm. Und so waren gleich drei Piraten mit Nico, Leon und Erik neben einer „Teufeline“. So verkleidet hatte sich Ramona Welke, die in der Schule als Integrationshelferin arbeitet. Wie von Ines Hahn zu erfahren war, kümmere sich Welke ganz speziell um einen schwer zuckerkranken Jungen, zudem kommt in der Schulwoche täglich der Pflegedienst zum Spritzen in die Förderschule. Nichtsdestotrotz feierte auch der Junge gestern beim Fasching mit.

Für die Musik sorgten als „Disjockeys“ der 18-jährige Crivitzer Marcel Stahnke sowie der ein Jahr jüngere Manuel Thomas aus Sternberg. Neben „Atemlos“ erklang u.a. auch „Schlager ist geil“ sowie „Das Leben tanzt Sirtaki“ von Klubbb3 um Fischers Lebensgefährten Florian Silbereisen, ebenfalls ein TV-Star.

Marcel und Thomas waren auch bei der beliebten Stuhltanz-Einlage gefragt, bei dem immer ein Kind ausscheidet, wenn die Musik anhält. Am Ende stand nur noch ein Stuhl. Die Hände aber schön nach oben, erklang es aus der Lehrerecke, damit sich die Finalisten Tom-Werner Sprenger aus Holzendorf sowie der Goldberger Tom Glass nicht an der Stuhllehne festhielten. Am Ende gewann Tom vor Tom-Werner. Als Siegerpreis gab es eine große Bonbontüte, aber auch die anderen Stuhltänzer bekamen nach dem Ausscheiden jeweils einen Trostpreis in Form einer kleinen Süßigkeit. Später erfolgte noch der Luftballontanz. Der 15-jährige Timo aus Goldberg schaute das Treiben aus dem Hintergrund an und machte lieber den „Schankwirt“. Zur Erfrischung und Stärkung der kleinen Tänzer bot er Apfelschorle plus Banane an. So verging die Zeit bis 12 Uhr wie im Fluge. Und dann hieß es für Timo und die anderen: ab in die zweiwöchigen Winterferien…

 

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