Warin : Mit der Biene auf sanfter Tour

Die drei Rundrouten der Bienen-Radstraßen. Grafik: biota
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Die drei Rundrouten der Bienen-Radstraßen. Grafik: biota

Radrundrouten-Konzept soll die Region von Plau über Warin bis Schwerin-Mueß vernetzen.

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04. März 2015, 23:19 Uhr

„Mit dem Thema Biene kann man vieles verstecken und verbinden“, verkündet Volker Brandt, der Leiter des Naturparks Sternberger Seenland. Honig- und Wildbienen sowie andere Insektenbestäuber tragen nicht nur maßgeblich zum Fortbestand der heimischen Flora bei. Mit der „Bienenstraßenkonzeption“ für eine „naturparkübergreifende Radrundroute“ von Plau über Warin bis Schwerin-Mueß will man in den Naturparks Sternberger Seenland und Nossentiner/Schwinzer Heide ein speziell auf Radfahrer abzielendes Markenzeichen setzen. Auftraggeber der Feinkonzeption ist das Amt Sternberger Seenlandschaft.

Das Thema „Biene“ soll Einheimischen wie Besuchern anhand einer Themenradroute näher gebracht werden. Umweltbildung, Landschaftsgeschichte und Regionalvermarktung sollen so miteinander verknüpft werden, dass für die örtlichen Anbieter gleichzeitig ein positiver wirtschaftlicher Nutzen daraus entsteht. Es soll etwa die Aufenthaltsdauer von Gästen in der Region erhöht werden.

Soweit die Idee, dessen Feinkonzeption gestern durch Anja Bollmohr vom Institut Biota aus Bützow im vollbesetzten Versammlungs- und Ausstellungsraum des Wariner Naturparkzentrums vorgestellt wurde. Ziel ist es, bestehende Einzelprojekte wie „Lütt Acker“ in Sternberg und auch neue Ideen zu vernetzen.

Zielgruppen des Projektes sind Familien mit Kindern, Naturinteressierte sowie auch Kitas und Schulen. Zudem haben die Besucher laut Bollmohr aber auch „touristische Erwartungen wie Befahrbarkeit der Wege samt der Ausschilderungen sowie Rastmöglichkeiten“. Bollmohr richtete den Blick aber auch auf solche Dinge wie Erlebnisstationen und Verkostungsangebote. Schauimkereien seien ebenso wichtig wie etwa „Blumen essen“. Für Letzteres stehen z.B. die essbaren Blütenprodukte (Marmeladen) in Sandhof bei Goldberg.

Angedacht sind drei Routen samt Verbindungswege (siehe Hintergrund), die die Radbegeisterten aus nah und fern einzeln fahren können oder auch komplett in Etappen die Gesamtstrecke von dann 203 Kilometern.

Erst einmal ist das Ganze Zukunftsmusik. Jetzt bedarf es „Butter bei die Fische“, wie es Olaf Lorenz aus Borkow formulierte. Zudem mahnte der Neu-Demener Hermann Griech eines an: „Touristen wollen relaxen, Angenehmes erleben. Das hier hört sich wie eine Schulstraße (über Bienen – d. Red.) an. Ich will nicht immer neu belehrt werden, dazu gehört auch das leibliche Wohl.“

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