Groß Raden : Mit Benzin im Blut aufgewachsen

Die Liebe zu Oldtimern und Technik besteht bei ihr seit der Kindheit: Vereinsvorsitzende Heide Möller im Oldtimermuseum Groß Raden.
Die Liebe zu Oldtimern und Technik besteht bei ihr seit der Kindheit: Vereinsvorsitzende Heide Möller im Oldtimermuseum Groß Raden.

SVZ-Interview: Heide Möller ist neue Vorsitzende bei den „Freunden historischer Fahrzeuge“ in Groß Raden

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02. April 2018, 21:00 Uhr

Bei den Freunden der historischen Fahrzeuge hat es einen Wechsel im Vorstand gegeben. Die 40-jährige Heide Möller aus Warin, die schon zu den Gründungsmitgliedern gehörte, hat den Vorsitz des mehr als 20 Mitglieder zählenden Vereins übernommen. Mit ihr sprach Redakteurin Roswitha Spöhr über Verantwortung, das „Motoren anlassen“ am 1. Mai und darüber, für welches Fahrzeug ihr Herz besonders schlägt.

Frau Möller, als Mitglied des Vorstandes haben Sie schon in den Vorjahren Verantwortung übernommen, die jetzt mit dem Vorsitz noch größer geworden ist. Wofür stehen Sie?
Ich bin mit Benzin im Blut aufgewachsen. Ich habe ein Faible für Oldtimer und Motoren. Mein Vater, Gründungsmitglied und langjähriger Vereinsvorsitzender, hat mich sehr stark geprägt. Das Museum hat sich etabliert und in der Szene einen sehr guten Ruf. Ich will helfen, das zu erhalten. Viele Menschen, auch die heute nicht mehr Mitglied sind, haben durch ihr persönliches Engagement in all den Jahren etwas geschaffen. Ich kann nicht nur darauf warten, dass andere etwas tun.

Mit Einführung des Mindestlohns musste der Verein die Öffnungszeiten des Museums kürzen. Wie gelingt es, in der Saison trotzdem an jedem Wochenende die Türen zu öffnen?
Es gibt immer Tage, an denen wir Mitglieder ehrenamtlich die Öffnungszeiten abdecken, wie jetzt zu Ostern. Wie in anderen Museen auch, sind bei uns die Besucherzahlen rückläufig. Das Museum in der Woche zu öffnen, wäre daher unwirtschaftlich. Ab dem 1. Mai freuen wir uns dann wieder über viele Besucher an den Wochenenden.

Am 1. Mai heißt es bei den Oldtimerfreunden auch „Motoren anlassen“.
Ja, man trifft sich wieder, tauscht sich darüber aus, was im Winter in den Garagen passiert ist, Teile werden getauscht oder sich Tipps geholt. Das „Motoren anlassen“ ist für uns allgemein die Begrüßung.

Das Museum im alten Getreidespeicher bietet auf drei Etagen Ausstellungsfläche. Was ist neu?
Wir haben immer Bewegung im Museum, insbesondere bei den Zweirädern. Einige sind herausgenommen worden, Lücken haben wir wieder gefüllt. Ein Besuch lohnt sich immer. Wir haben viele schöne Modelle und Raritäten in der Ausstellung. Es sind ja oftmals die Männer, die gucken. Wenn dann Frauen mit in das Museum kommen, werden bei ihnen Jugenderinnerungen wach und auch sie gehen dann mit einem Strahlen oder zumindest einem Lächeln wieder heraus. Dass unser Oldtimermuseum so aufgestellt ist, können wir nur durch viel Engagement leisten. Da muss auch die Familie der Mitglieder immer mitspielen und dafür ein herzliches Dankeschön.

Frau Möller, für welches Fahrzeug schlägt Ihr Herz besonders?
Auch da bin ich wieder sehr durch meinen Vater Karl Möller geprägt, der großes Interesse an der Wartburg-Reihe hatte. Daher fahren wir in der Familie einen Wartburg 311 und einen 313. Aber ich interessiere mich ebenso für Motorräder. Um Mitglied im Verein zu werden, muss man nicht zwingend im Besitz eines Oldtimers sein. Wenn jemand Interesse an der Technik hat, ist das einfach schön.

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