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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Dezember 2017 | 21:33 Uhr

Mit 170 km/h durch die Stadt

vom

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erstellt am 21.Dez.2012 | 07:19 Uhr

Wismar | Die Polizei hat zwischen Donnerstag und Freitag mehrere Autofahrer unter dem Einfluss von Drogen oder alkoholischen Getränken ertappt. "Ein Unfall zeigte dabei den blanken Wahnsinn einer Alkoholfahrt, nur mit unbeschreiblichem Glück passierte nicht noch mehr", so André Falke von der Polizeiinspektion.

Gegen 1.45 Uhr fuhr ein Audi auf der B 105 in der Ortslage Grevesmühlen, aus Richtung Wismar kommend. Aufgrund überhöhter Geschwindigkeit verlor der Fahrer die Gewalt über den Pkw, kam nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Zaun und prallte gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls brach der etwa 30 Zentimeter starke Baumstamm und wurde über die Einfahrt Am Bleicherberg" geschleudert. Der Audi blieb letztendlich in einem Garten stehen und beschädigte zuvor noch die Grundstückseinfassung.

Die heraneilenden Beamten trafen auf Höhe des Lidl-Marktes einen 21-jährigen Mann auf dem Gehweg an. Dieser gab erst an, an dem Unfall nicht beteiligt gewesen zu sein. Da an seinen Händen Blut war, wurde der Mann erneut zum Unfall befragt. Er gab an, im Fahrzeug gewesen zu sein, dieses jedoch nicht geführt zu haben. Weiter teilte der 21-Jährige mit, dass sein Kumpel schwerverletzt vor dem Lidl-Markt liegt.

Ein Beamter suchte den Vorplatz ab und fand den Mann mit einer stark blutenden Kopfverletzung. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leistete der Beamte Erste Hilfe. Der ebenfalls 21-jährige Schwerverletzte wurde anschließend ins Grevesmühlener Krankenhaus gebracht.

Bei beiden Männern führten die Beamten Atemalkoholmessungen durch. Der Mann vom Gehweg hatte dabei einen Wert von 0,91 Promille und stand zudem unter dem Einfluss von Cannabisprodukten, der Schwerverletzte hatte einen Atemalkoholwert von 1,37 Promille. Da unklar ist, wer das Fahrzeug tatsächlich führte, erfolgte bei beiden Männern eine Blutprobenentnahme. Der nicht mehr fahrbereite Audi musste geborgen werden und wird kriminaltechnisch untersucht, um den Fahrzeugführer eindeutig bestimmen zu können.

Nach ersten Untersuchungen am Unfallort ist anhand des Ablaufes, der Spurenlage und der Verletzungen der beiden Männer davon auszugehen, dass der Schwerverletzte das Fahrzeug geführt hatte. "Weiterhin erzählte der vermutliche Beifahrer, dass sie zum Unfallzeitpunkt mit ca. 170km/h in der Ortslage Grevesmühlen unterwegs waren", so Andre Falke. Der Gesamtschaden wird polizeilich auf über 6000 Euro geschätzt.

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