Wendorf : Ministerpräsident überrascht Wendorfer Wehrführer

Mathias Hirsch (M.) steht 20 Jahre  an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Wendorf . Als kleines Dankeschön überraschten ihn am Dienstagabend  bei einem kommunalpolitischen Abend Ministerpräsident Erwin Sellering (r.) und Landtagsabgeordneter Thomas Schwarz aus Demen mit einem Blumenstrauß.  Die SPD-Landtagsfraktion  hatte zu ihrer Sitzung in Spornitz verdienstvolle Ehrenamtliche aus verschiedensten Bereichen eingeladen.
Mathias Hirsch (M.) steht 20 Jahre an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Wendorf . Als kleines Dankeschön überraschten ihn am Dienstagabend bei einem kommunalpolitischen Abend Ministerpräsident Erwin Sellering (r.) und Landtagsabgeordneter Thomas Schwarz aus Demen mit einem Blumenstrauß. Die SPD-Landtagsfraktion hatte zu ihrer Sitzung in Spornitz verdienstvolle Ehrenamtliche aus verschiedensten Bereichen eingeladen.

Seit 20 Jahren an der Spitze der freiwilligen Feuerwehr: Mathias Hirsch bekommt bei einem kommunalpolitischen Abend der SPD-Landtagsfraktion Blumen vom Regierungschef

von
19. Februar 2014, 16:21 Uhr

Damit hatte er überhaupt nicht gerechnet: Mathias Hirsch erhielt am Dienstagabend in Spornitz für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit Blumen von Ministerpräsident Erwin Sellering und dem Landtagsabgeordneten Thomas Schwarz. „Ich war total überrascht“, so Hirsch, der seit dem 5. Februar 1993 und damit genau 20 Jahre an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr (FFw) Wendorf steht. Schwarz, Bürgermeister in Demen, habe wohl von dem runden Jubiläum „Wind bekommen“ und ihn eingeladen. Mit einer Reihe von verdienstvollen Ehrenamtlichen aus verschiedensten Bereichen weitete die SPD-Landtagsfraktion ihre Sitzung zu einem kommunalpolitischen Abend aus.

Die unerwartete Anerkennung sei aber keineswegs nur sein Verdienst, sondern das aller Kameraden und der Gemeinde, die die Feuerwehr jederzeit unterstütze, sagte Mathias Hirsch, der ungern Aufhebens um seine Person macht. Die Blauröcke hatten ihm auf der Jahreshauptversammlung (wir berichteten) zum ‚20.“ ein Wandbrett mit einer originalen, verchromten Feuerwehraxt geschenkt, diese in Anspielung auf seinen Namen von einem Hirschkopf gehalten. „Ganz schick“, so der Wendorfer Feuerwehrchef. Er gehört auch seit der ersten Wahl nach der Wende der Gemeindevertretung an, stets als Einzelbewerber. Ihm gehe es um die kommunale Entwicklung und nicht um Parteiinteressen.

Mitglied der FFw Wendorf ist Mathias Hirsch seit 1985. Den letzten Anstoß, den Aufnahmeantrag abzugeben, habe seinerzeit sein Polterabend gegeben, zu dem die freiwillige Feuerwehr – wie üblich auf dem Dorf – komplett anrückte. Von da an ging es im Ehrenamt ziemlich rasant aufwärts: Grundausbildung und Gruppenführerschulung auf Kreisebene, Offiziersausbildung für die Feuerwehr im Kommando in Nauen, stellvertretender Wehrführer, Landesfeuerwehrschule in Malchow und mit gerade mal Ende 20 an der Spitze. „In Wendorf hatte sich eine gute Truppe zusammengefunden, mit Ehrgeiz und Interesse. Wir legten Wert auf Qualität, wollten als freiwillige Feuerwehr nicht so dahin dümpeln“, sagte Hirsch einmal gegenüber SVZ. Derzeit zählt die Wendorfer Wehr 15 aktive Mitglieder sowie zehn in der Reserve- und Ehrenabteilung.

In Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich rund 100 000 Frauen und Männer in unterschiedlichsten Vereinen und Verbänden, würdigte der Ministerpräsident zu Beginn des kommunalpolitischen Abends das Ehrenamt. Sie brauchten Anerkennung und Unterstützung der Politik, denn die Gesellschaft brauche dieses Ehrenamt. Es mache das Leben wärmer und liebenswerter.

Dann gab es Blumen für Mathias Hirsch und eine anregende Diskussion. Karin Gruhlke vom Parchimer Bürgerkomitee Südstadt stimmte dem Regierungschef zwar zu, was die Würdigung des Ehrenamtes betrifft, beklagte aber zugleich, dass von beantragten Zuwendungen keine Blumen gekauft oder Ehrenamtler nicht zum Essen wie an diesem Abend eingeladen werden dürften.

Wolfgang Westphal, seit Jahren engagierter Wasserretter, findet, dass im Rettungsdienstgesetz die Wasserrettung stiefmütterlich behandelt werde. „Dies müsste eine Pflichtaufgabe ähnlich wie die der Feuerwehr sein“, so seine Forderung. Die neue Sozialministerin Birgit Hesse signalisierte Gesprächsbereitschaft. Die viel diskutierte Windkraftenergie und der Zuwachs an Bedürftigen bei den Tafeln, der große Sorge bereite, waren weitere Themen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen