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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

13. Dezember 2017 | 00:39 Uhr

Jesendorf : Mindestens 200 000 Euro verbaut

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der 1992 gegründete „Förderverein zur Rettung der Kirche Jesendorf“ ist einer von aktuell 130 Kirchenbauvereinen in Mecklenburg.

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 21:15 Uhr

1881 Kirchen und Kapellen  gibt es im Bereich der Nordkirche, darunter allein  allein im Kirchenkreis Mecklenburg 664. Davon stehen 97 Prozent  unter Denkmalschutz. Die Sakralbauten sind nicht nur Stätten des Kirchengemeinde-Lebens und des Gottesdienstes, sondern ebenso touristischer Anziehungspunkt und kommunikativer Ort in den Städten und Gemeinden.

Um den Erhalt dieser zumeist mittelalterlichen Zeitzeugen  kümmern sich nicht zuletzt auch an die 130 Kirchenbauvereine  allein in Mecklenburg. Einer ist der 1992 gegründete „Förderverein zur Rettung der Kirche Jesendorf e.V.“. Erste Vorsitzende war die  Jesendorferin Lotte Pötter, die  inzwischen in Wismar wohnt. Heute steht der Büschower Martin Maercker dem gemeinnützigen Verein mit seinen aktuell 32 Mitgliedern vor. „Nicht alle sind Mitglied der Kirchengemeinde.  Dies gilt für viele Kirchbauvereine. Aber die Bewohner in den Dörfern lassen sich davon leiten, die Kirche, oftmals das älteste Gebäude im Dorf, zu erhalten“, so Maercker. So sind im Jesendorfer Verein zum Beispiel etwa ein Drittel  der Mitglieder nicht konfessionell gebunden.

Bei der Bestandsaufnahme 1992 wurde die Kirche, zu deren Einzugsgebiet neben Jesendorf und seinen Ortsteilen  Trams, Büschow und Neperstorf  auch die Dörfer Ventschow, Kleekamp, Schimm und Tarzow  gehören, als stark gefährdet eingeschätzt. Martin Maercker meint dazu mit Blick auf die vergangenen 25 Jahre: „Viele Gebäude können dankbar sein, dass die Wende kam. Im Bereich der durch Pastor Andreas Kunert aus Warin verantworteten Gebäude wäre beispielsweise die Bibower Fachwerkkirche heute wahrscheinlich nicht mehr da und auch bei der hier in Jesendorf wäre es sehr fraglich.“

Insgesamt hat der Jesendorfer Kirchenbauverein bisher mindestens  200 000 Euro zum Erhalt des im 14. Jahrhundert eingeweihten einschiffigen Backsteinbaus aufgebracht. So für die Schwammsanierung des Patronatsgestühls und des kompletten Fußbodens samt Gestühl. Auch wurden u.a. der Glockenstuhl saniert und eine neue Orgel geweiht. Erst im Vormonat führte Gemeindearbeiter Dietmar Weise, der zugleich Küster ist, im Bereich des Turmes Maurerarbeiten durch, ersetzte kaputte bzw. fehlende Backsteine.

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