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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. November 2017 | 07:10 Uhr

Neukloster : Millioneninvestition in Klosterkirche

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Außensanierung verschlingt allein 2,1 Mio. Euro.

von
erstellt am 15.Nov.2017 | 05:23 Uhr

Der letzte große Umbau, der der Klosterkirche ihre heutige Gestalt und ihr heutiges Aussehen gab, ist mittlerweile einhundertfünfzig Jahre her. „Zeugnisse sind der Vieringsturm (Dachreiter) sowie die neugotische Innenausstattung der Kirche. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Dach umgedeckt“, weiß Neuklosters Pastor Jens Krause und erläutert: „Derzeit gibt es massive Schäden am mittelalterlichen Dachstuhl. Das Dach muss dringend neu eingedeckt und schadhafte Stellen am Mauerwerk ausgebessert werden.“

Inzwischen ist das imposante Gotteshaus eingerüstet (SVZ berichtete). Finanziert wird der erste Bauabschnitt durch Mittel des Bundes, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Stiftung (KIBA) – kirchliches Bauen, durch Patronatsmittel und Eigenmittel der Kirchengemeinde. Der Umfang der derzeitigen Baumaßnahme beträgt 600 000 Euro. Für die Außensanierung der Klosterkirche sind rund 2,1 Millionen Euro veranschlagt. Weitere Mittel werden für die Innensanierung benötigt.

Im Jahre 1219 entstand hier das Benediktiner Frauenkloster St. Maria im Sonnenkamp, darum feiert Neukloster 2019 sein 800-jähriges Jubiläum.

Bei der Klosterkirche handelt es sich um ein Bauwerk von nationaler Bedeutung. Dafür stehen sowohl die architektonische Bedeutung, der historische Dachstuhl aus der Entstehungszeit der Kirche als auch die mittelalterlichen Glasmalereien.

Aktuell ist zudem Marienaltar in der Klosterkirche gefährdet. Der Altar, um 1500 in der heutigen Form entstanden, weist Schäden auf, die dringend behoben werden müssen. Der Staub und das Klima in der Kirche seien z. B. Ursachen dafür, dass Farbschichten verblassen und sich lösen. Durch den Kirchengemeinderat wurde ein Restaurator damit beauftragt, als ersten Schritt der Restaurierung mit einer Notsicherung zu beginnen.


Gründung eines Fördervereins

Am morgigen Donnerstag erfolgt um 19 Uhr die Gründung eines Fördervereins im evangelischen Gemeindehaus Neukloster in der Kirchstraße Nr. 3. Veranstalter ist die evangelische Kirchengemeinde der Klosterstadt. Interessenten sind herzlich willkommen.

Bei anderen Kirchen im Amt Neukloster-Warin gibt es längst Fördervereine. So in Passee und Groß Tessin. Kirchbauvereine gibt es in Warin und Bibow. Und auch in Jesendorf ist ein „Förderverein zur Rettung der Kirche“ aktiv.

Insgesamt zählt der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg 144 Fördervereine. Neukloster wäre somit die Nr. 145.


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